1.9.16

Zur Lage an der türkisch - syrischen Grenze

Die 'gelenkte', konzeptionell pro - kurdisch eingestellte deutsche Presse hatte ja seit der Informationsliberalisierung 2.0 (read: soziale Netzwerke)  ein Wahrheits- und Realitaetsproblem bei ihrer Berichtserattungaus dieser Region.

Dadurch wurde die deutsche Presse auch etwas vorsichtiger und zurückhaltender.

Seit diesem Jahr beginnt die deutsche Presse wieder mit 'grauen' News - d.h. News werden so umformuliert, das sie subjektive Meinungen und/oder Unwahrheiten beinhalten.

Zuletzt agierte die deutsche Presse beim Thema Incirlik, da sie leider keine korrekten Informationen teilten (oder besser: keine richtigen Fragen stellten, um die Wahrheit zu finden, was ja eigentlich die Aufgabe der Presse sein sollte ;)). Wir korrigierten dies daher und gaben der deutschen Presse die richtigen Fragen, dies sie stellen sollte.

Ebenso wie im Thema Incirlik möchte man nun die Situation an der türkisch-syrischen Grenze konzeptionell so umgestalten, das die Türkei der diffuse 'Bösewicht' sei.

Nicht nur, das die deutsche Presse beim Putsch-Theater der "Gülenisten" - Clique in der türkischen Armee eine klaegliche Berichterstattung im demokratischen Sinn aufgewiesen hat - der chronisch Anti-türkische Jargon der deutschen "Spiegel"Ei - Presse ist nicht nur ungerecht, sie ist auch unlogisch.

Dies passiert in der Regel, wenn in einem Medienhaus Informationsübermittlung in den Hintergrund, Meinungsbildung in den Vordergrund rückt.

So, wie wir das von der Bild kennen, haben wir aehnliche 'Blaetter'  auf der kontraeren Seite...

Zurück zum Thema:

Die Operation "Euphrate - Shield" ist nun in der Vorphase. Wo diese Halt macht, das weiss nur Damaskus, Moskau,Teheran und Peking.

US - Experten hatten eingangs tagelange und wochenlange Kaempfe bereits in Djerablus vorhergesagt, die aber mit einer türkischen Einnahme von Djerablus innerhalb von 14 Stunden endete.

Eine Stellungnahme eines hohen Offiziers in der türkischen Armee dazu:
"Der Effekt de Gülenisten scheint nicht so gross zu sein, wie man wohl woanders (in Washington& Jerusalem) angenommen hat. Die türkische Armee operiert so, wie man es für die zweitstaerkste Armee der NATO erwarten kann."

Insgesamt scheint die gesamte Operation der türkischen Streitkraefte eher mit Russland und Iran abgesprochen zu sein als mit den USA. Ein Artikel des Wall Street Journal bestaetigt dies förmlich...

Der Grund im der neue Strategie der Türkei liegt in der versteckten Bigotterie des Thematik:

Die USA und Israel möchten einen Korridor, der das qualitativ hochwertige Erdöl aus Barzanistan im Norden Iraks zum Mittelmeer liefern soll, zu 100% unter Eigenkontrolle bringen.

Die anfaengliche Taktik in der Region lesen wir aus den bisherigen Entwicklungen:
  • IS wird von den USA & Israel mit Waffen und Material über die Türkei ausgestattet, Anfangs finanziert von Saudi - Arabien & Katar.
  • Nach der Einnahme der Ölquellen in Musul im Norden Iraks wird das Erdöl des IS zum halben Listenpreis an Laender wie z.B. Südafrika, Israel und Italien - über türkische Kanaele - verkauft. Somit werden die Operationen der IS weiter finanziert. 
  • Die IS dringt in die nördlichen Provinzen ein und übernimmt - oh Wunder - den grössten Teil der Gebiete, die der FSA zugezaehlt wurden. Auffaellig war in diesem Stadium, das sich der IS weder Gefechte an der Israelischen Grenze lieferte noch in Gebiete eindrang, die dem syrischen Ableger der PKK, der PYD/YPG zugezaehlt wurden.
  • Nach der Operationsansage (begründet durch die internationalen Terroranschlaege der IS in der Welt) bombardieren die Koalitionskraefte die Gebiete der IS.
  • Die IS zieht sich zurück (oder sie wurde über kurz bevorstehende Operationen informiert und sie hat sich bereits vorher zurückgezogen...beides ist hier möglich).
  • Die geleerten Gebiete werden besetzt von der YPG.
  • Der syrische PKK-Flügel übertrat zuletzt den Euphrat, um den USA - Israel Erdölkorridor an das an der Küste besetzte Gebiet nördlich von Halep anzudocken. Nach eingangs erwaehntem Schema.
Die Türkei warnte den syrischen Arm der PKK, westlich des Euphrat zu marschieren

Die rote Linie in der Syrien - Politik bzgl. der Kurden Ankaras war:
überquert nicht den Euphrat. Da habt ihr weder eine ethnische Bevölkerung noch ein sonstiges Anrecht auch Annektierungen.

Nach dem Wandel der Strategie der 'Koalitionskraefte' (oder genauer: der USA), den kurdischen Arm der PKK der FSA militaerisch vorzuziehen, erkannte man auf der anderen Seite der Grenze die Marschrichtung der USA, die sich nicht mit den Interessen der AKP - Regierung deckte.

Die Fleugzeug - Abschusskrise zwischen Russland und der Türkei förderte diesen Umstand sogar (türkische Streitkraefte durften nicht mehr in syrische Gebiete einfliegen oder anders militaerisch aktiv sein), so das in der Türkei Stimmen laut wurden, das dieser Abschuss eher förderlich für Israel und die Interessen der USA seien als für die Türkei. Dies aenderte die Denkweise in der Politik in Ankara.

Mit der Entschuldigung aus Ankara bzgl. des Flugzeugabsturzes verbesserten sich die Beziehungen zwischen beider Laender dramatisch schnell, so das die Türkei seine Hand in Syrien staerken konnte.

Strategie - Aenderung in der Türkei als Resultat

Mit dem Beginn des Einmarscierens einiger Verbaende der türkischen Armee sehen wir, das die Türkei im Kampf gegen die IS mehr Informationen mit dem EURASISCHEN BLOCK teilt (Russland, Iran, Syrien, China) und sich von dort Erlaubnisse einholt, als von den Koalitionskraeften, angeführt von den USA.

Die Think Tanks der USA & Israel setzen ja bekanntlich grosse Hoffnungen auf die kurdische Karte, um einen wie auch immer begründeten regionalen Einfluss zurückzugewinnen.

Doch mit dem Wechsel der Strategie in der Türkei bricht das westlich initiierte Kartenhaus "Gross-Kurdistan" naturgegeben ein:
in dieser Region kann kein Land über eine bestimmte Dauer hinaus regieren, die keine Mehrheit in der demoskopischen Verteilung dieser Region inne hat.

In dem vom Westen unter Conduleezza Rice geplanten Gross - Kurdistan sind die Kurden die Minderheit: In dieser Region leben mehr Türken, Exil - Türken (Turkmenen) und Araber als Kurden selbst!?

Mit der Operation "Euphrate Shield" zieht Ankara Konsequenzen der verfehlten, bigotten US - Politik im Nahen Osten. Ein doppelter Schaden entsteht ausserdem dadurch, das Ankara auf Grund der Haltung der USA und des Westens bzgl. der Kurden künftig ihre Operationen nicht mehr teilen wird.

Durch die Saeuberung der Gülenisten in der türkischen Armee fehlt den USA nun auch die internen Informationsquelle ,n der türkischen Armee!

Die USA wechselte sogar ihre offizielle Lesart, in dem sie inoffiziell die YPG zwar weiterhin militaerisch unterstützte, offiziell aber dem Kind eine Umtaufung verpasste, da die organischen Verbindungen zwischen der PKK und der YPG der USA bei den Bombenanaschlaegen der PKK in der Türkei nachgewiesen werden konnten.

Die Syrian Democratic Forces wurden gegründetet, die auch ("gekaufte") turkmenische Verbündete und arabische Stammesführer, angeführt von der YPG beinhalten soll.

Bei den Kaempfen in Djerablus hat sich das Bild der SDF ebenfalls sehr schnell gewandelt. Bei den Festnahmen der Kaempfer der SDF durch die türkische Armee und dem FSA - Haufen wurden dieser Bilder publik:


In beiden Bildern ist das Bildnis des inhaftierten PKK - Anführers Öcalan zu sehen.

Die USA hat Schwierigkeiten, ihre Operationen mit dem syrischne Arm der PKK zu verschleiern.

Als würde die USA Kontrolle über diese Region haben, warnt sie zudem das tagtaeglich von Bombardierungen leidende Nachbarland sogar davor, nicht weiter in Syrien einzumarschieren!?

Der Grund? Schauen wir auf dieses Bild:


Hier sehen wir drei am 30. August von der IS in Menbiç getöten US - Soldaten in militaerischer Kleidung des syrischen Arms der PKK.

Es ist von Seiten der Türkei nicht nachzuvollziehen, wie die USA eine solche Strategie nach wie vor befürwortet.

Durch die Zusammenarbeit Ankaras mit den Eurasischen Block in Syrien ebenso wie der Wegfall der Spionagequellen in der türksichen Armee (die Gülenisten) sind die verdeckten Operationen der USA und Israel zusammen mit der PKK kurz vor dem Kapitelende.

Eine Luft-Bombardierung der Militaerzentrale des syrischen Arms der PKK in Haseke durch die syrische Armee zeigt auch, das die von der YPG eingenommenen Gebiete in Ayn Al-Arab (Kobani) zur Disposition stehen werden.

Aus der Sicht vieler Türken ist eine Aussöhnung Ankaras mit Syrien unter bestimmten Bedingungen die einzige sinnvolle und nachhaltige Lösung des Problems IS.

Die eurasische Karte wird daher künftig im Nahen Osten mehr Einfluss gewinnen.

Die NATO als auch die USA haben hinsichtlich ihrer Verbündetenwahl klaeglich versagt. Die westliche Presse wird daher bemüht sein, dieses Waterloo anders nieder zu schreiben.

Doch es gibt auch realistische Journalisten im Westen - z.B. hier.

In diesem Sinne - "Don't believe the hype" oder:
Hören Sie nicht auf alle Spiegel-Eier.

Das Bild hier unten ist anders.

20.7.16

Türkei - ein angelsaechsiches Polit-Labor. Seit dem Vertrag von Sevres.

The greater picture

Der Vertrag von Sevres sah eine Zerteilung des Osmanischen Reichs nach der Niederlage im 1.Weltkrieg vor.

Obwohl dieser Vertrag mit dem Unabhaengigkeitskrieg Atatürks und der Errichtung der Republik Türkei nach dem Sieg gegen die damaligen Imperialmaechte mit dem Vertrag von Lausanne annuliert wurde, haben sich die Interessen besagter Westmaechte nicht gravierend geaendert.

Aus diesem Fenster betrachtet ist sowohl die absurde Unterstellung eines armenischen Völkermords durch das Osmanische Reich als auch die Errichtung eines unabhaengigen Kurdistans verstaendlich, ja sogar essentiell.

Nach dem Tod Atatürks fiel die Türkei in eine apathische Depression. Der damalige Staatspraesident İnönü richtete das Schiff Türkei jedoch in eine 'neutrale' Position aus im 2. Weltkrieg, so das man zwar nicht glatt wie Teflon wurde, aber immerhin beide Seiten 'hinhalten konnte', bis der Krieg zu Ende war.

Gleichzeitig dockte İnönü jedoch z.B. das türkische Bildungssystem als auch die Wirtschaft an Grossbritannien - also dem angelsaechsischen Einflussbereich - an.

Damit wurde die Revolutions - Marschrichtung a la Atatürk gleich nach seinem Tod von seinem "Waffenbruder" İnönü persönlich geaendert. Ein historischer Fehler.

Nach dem 2. Weltkrieg etablierte sich der Westen und der Osten in zwei Camps wie wir wissen.  Der Marshall - Plan für viele Laender war stets an Bedingungen der USA geknüpft - logisch.

Eine Annaeherung der Türkei an Russland ist nicht im Interesse des Westens

Eine These in der Türkei spricht davon, das Stalin, als Nutzniesser vieler Vorteile und Finanzspritzen durch die britische Krone und USA nach dem 2. Weltkrieg von dem Westen selbst beauftragt wurde, militaerischen Druckden  auf die junge Türkei zu machen (Drohung des Einmarschierens der Roten Armee nach Kars & Ağrı), um die Türkei in das NATO - Bündnis - System einzubinden. Ein tragischer Fehler der Sowjetunion, wie sich spaeter heraustellen sollte.

Putsch als Antwort des Westens bei Annaeherung der Türkei an Russland?

Die Aera Menderes anders gelesen:
Die Eİnführung des Kapitalismus statt der Beibehaltung der ökonomischen Prinzipien des 'Kemalismus' führte zu einer Flut von westlichen Produkten und politschen Manipulierungen des im Wirtschaftskonzepts zu einer modernen etatistischen, selbstversorgenden, selbst entwickelnden Wirtschaft tendierenden Türkei hin zu einer braven Konsum- und Importgesellschaft.

Doch die fehlenden Exporte der Türkei führte zu einer stetigen Neuverschuldung. Menderes erkannte dies und erhoffte sich Ende der50'ern finanzielle Hilfen von der Sowjetunion. Die USA warnte Menderes eindrücklich vor solch einem Vorhaben.

Diese Annaeherung konnte die NATO daher nicht dulden.

Es kam zum ersten Putsch.

Der zweite Putsch kam kurz nach der Erstellung der demokratschsten Verfassung in der Türkei (!)

Der dritte Putsch kam in der Zeit, in der es zu bürgerkriegsaehnlichen Zustaenden in der Türkei kommt:
der KGB bewaffnete die Studentenbewegung und Gewerkschaften synchron zur 68er - Bewegung, die auch in der Türkei politisch für einen 'Links' - Ruck sorgte.
Der CIA bewaffnete alsdann die nationalistischen "Graue Wölfe" und die in ihrem Fahrwasser schwimmende türkische Version der Muslim - Brüderschaft unter Erbakan. Fast 100.000 Menschen starben in dieser Zeit in der Türkei.

Der Putsch beendete diesen Zustand augenblicklich.

Der 'weiche Putsch' in den 80'ern sorgte dafür, das die anti-amerikanische islamo-konservative Erbakan-Çiller - Regierung nach nicht mal einem Jahr ein Ende nahm.

 2007 - der Ergenekon - Prozess (der inszenierte Prozess in einer AKP - Gülen Ko-Produktionsregie) gegen das Militaer und namhaften Figuren des sozialen Lebens, die die Prinzipien Atatürks' verfolgen, begann 1 Jahr nach der Deklaration der türkischen Armee, notfalls aus der NATO auszutreten, wenn diese nicht mehr im Interesse der türkischen Republik agiere !

2016. Heute:
Die Türkei ist nicht nur im Clinch mit Essad. Mit dem Abschuss des russischen Jagdbombers war auch das Verhaeltnis der Türkei mit Russland gestört. Also im Westen nichts Neues sozusagen.

Nach der Entschuldigung Erdoğans und der Verbesserung der Verhaeltnisse mit Russland, folgte die Schwarzmeer - Konferenz, die den Verbleib von militaerischen Schiffen im Mittelmeer, die nicht Anrainerstaaten im Schwarzen Meer sind, weiter untersagt (Vertrag von Montreux).

Alexander Dugin als Sonderbotschafter Putins war letzte Woche zu "heiklen" diplomatischen Konsultationen in die Türkei gekommen.

Ein Putsch - Versuch der Gülen - nahen Generaele (das best organisierte NGO - Manipulationsinstrument der USA in der Türkei) folgte. So zumindest die derzeitige 'Lesart'.


Speziell Europa sollte sich hier erheblich Gedanken machen, wie sie den BrExit, die NATO - Aktivitaeten im Baltikum als auch im nahen Osten, das Finanzieren von islamofaschisttischen Aktivitaeten seit Afghanstan durch die USA, sowie die Ereignisse in der Türkei  lesen und neu formulieren soll.

George Orwell's OZEANIEN  in seinem Werk "1984" ist eigentlich gar nicht so absurd. Schon heute gibt es den akademischen Begriff "AMEROPA".

Wir sollten daher die deutschen Presse-Flagschiffe Spiegel, Die Welt, Die Zeit etc. als auch die über den Bildschirm laufenden Nachrichten und 'Kommentare' cross-checken, um zu einem objektiveren Ergbnis zu kommen. Die Informationsmaschienerie des Westens reicht also nicht mehr aus.

Wachsam sein ist also die Devise.  
Weitere Links dazu:
Putschversuche in der Türkei
Vertrag von Sevres
Vertrag von Lausanne
Gladio - "SuperNATO"s Secret Army
911 - an inside Job - Archv
Daniele Ganser

Angemerkt sei wie immer - Vorsicht mit Wikipedia: 
Die Beitraege in Wikiped ia sind ebenfalls hochgradig subjektiv in der Informationsdarstellung und somit mit vorsicht zu geniessen. Was andere Instutionen als Fakt ansehen, wird hier als These oder Theorie formuliert. Und umgekehrt.

4.7.16

Deutsche Luftwaffe? Nicht "Incirlik - Verbot", sondern "Türkei - Verbot"

Seit zwei Wochen wurde von der Deutschen Welle eine Ente aufgeblasen:

Die deutsche Luftwaffe habe eine 50 Millionen Euro Bau - Investition auf dem NATO - Luftwaffenstützpunkt Incirlik vor bzw. "in Arbeit". Dieses Projekt möchte man jetzt besuchen.

Zugleich möchte man sich aber auch ein Bild von der Lage der dortigen Truppenmitglieder der deutschen Luftwaffe machen, die (bis vor kurzem) Aufklaerungsflüge über Syrien und dem Nord - Irak flog.

Dieses 'heikle' Thema ist recht interessant, da die deutsche Presse anscheinend einen 'Auftrag' bekommen hat, dieses Thema aufzuarbeiten. Verteidigungsministerin Frau Von der Leyen flog somit nach Ankara.

Bevor Turanoid zu diesem Thema Stellung nimmt, erst einmal ein paar Fragen, die sich die in der Türkei bzw. von dem deutschen Verteidigungministerium akkreditierten deutschen Medienorgane bitte stellen oder besser recherchieren mögen, bevor sie "Recherche-frei" Presseberichte herauspumpen.

  • NATO - Luftwaffenstützpunkte, egal in welchem Land, haben immer denselben Aufbau, dieselbe Struktur. Einen Bereich 'speziell' für französische, britische, US - amerikanische oder Deutsche Piloten kann es daher nicht geben. Auf keinem Stützpunkt - auch nicht auf Incirlik. Um welches Bauprojekt handelt es sich daher, verehrte Frau von der Leyen?
  • Die deutsche Lauftwaffe flog bis vor kurzem Aufklaerungsflüge im Nord - Irak und im Norden Syriens. Dazu wurde bis vor kurzem der NATO - Luftwaffenstützpunkt Incirlik als Ausgangspunkt der Aufklaerungsmissionen genutzt. Besitzt die deutsche Luftwafe derzeit eine offizielle Flugerlaubnis über dem türkischen Luftraum?
  • Wenn die deutsche Luftwaffe keine Flug - Clearance besitzt: seit wann besitzt sie keine Flugerlauıbnis?
  • Wann ist die deutsche Luftwaffe das letzte Mal über den Norden Iraks geflogen (Hinweis: hier herrscht seit geraumer Zeit eine 400km x 400km No-Fly-Zone der türkischen Luftwaffe)?
  • Warum hat die deutsche Luftwaffe beim renommierten Anatolian Eagle 2016 - Luftwaffen - Manöver nicht teilgenommen, obwohl sie am Jahresanfang eingeladen wurde?
  • Wie lauten die Flugnummern der Flugzeuge der deutschen Luftwaffe, die derzeit über der Türkei fliegen sollen?
  • Off topic: Warum nimmt die deutsche Luftwaffe an Luftwaffen - Manövern in Frankeich oder in Grossbritannien nicht teil? Wird sie überhaupt eingeladen?


Es ist ja durchaus möglich, das die deutsche Luftwaffe den militaerischen Luftraum über Polen, speziell Danzig, kontrolliert. Aber womöglich verwechselt die Bundesrepublik bei diesem Thema die Türkei mit Polen?

Um es Spiegel & Co. einfacher zu machen: Die Lage der deutschen Luftwaffe in der Türkei ist zur Zeit auf dem Niveau eines Militaerflugzeuges der GUS. Capiche?

Unseren Informationen zu Folge sind ausser dem von der NATO angeordnetem Personal von der deutschen Luftwaffe lediglich ein defekter Tornado - Jaeger inklusive Pilotenteam auf dem Lüftwaffenstützpunkt.

Konkreter: Nicht mal eine deutsche Militaerfliege hat zur Zeit eine Flugerlaubnis über türkischem Luftraum. Bleibt zu hoffen, das der hiesige Kommandant des NATO Luftwaffenstüztzpunktes Incirlik den akkreditierten deutschen Journalisten ein Briefing gibt, um diesen Nachrichten - Ballon Incirlik ein Ende zu bereiten.

Ach ja...da war doch was: genau - die Völkermordsresolution des Bundestages!

Die Bundesregierung sollte sich lieber Gedanken darüber machen, ob deutsche Firmen künftig bei öffentlichen türkischen Ausschreibungen weiterhin teilnehmen dürfen oder nicht, an statt beim Thema Incirlik "herumzuzicken".

Natürlich will die Türkei auch nicht, das Kopien der Resultate der Aufklaerungsflüge deutscher Tornados 'zufaellig' an die PKK / PYD weitergeleitet werden. So 'was macht aber auch ein NATO - Partner nieeeeeeeeeeeeeeemaaaaaaals, nicht wahr. ;)!?

Bei Frau Von der Leyen und ihrem Stab ist diese Message sicherangekommen.
Den deutschen Medien empfiehlt Turanoid lediglich: stellt der Bundesregierung die korrekten Fragen, Leute!

P.S.: Warum diese Überschrift? Nun ja. Um im Kontext zu bleiben: Voll normaaal! Frei nach dem Film.

1.6.16

EU - Gerichtshof: "Staatsparlamente sind keine Gerichte."

Also das ist schon ein Leid mit dem merkwürdigen Verhaeltnis EU - Türkei.

Bei Verhandlungen zwischen Staaten kommen für gewöhnlich Maximalforderungen auf und man verhandelt, bis beide Verhandlungsparteien einen akzeptablen Deal erreichen, mit dem beide akzeptabel leben können.

Doch in letzter hat die EU anscheinend Probleme, gerechte Deals zu verteilen. Speziell im historisch zwiespaeltig gepraegten Verhaeltnis der Europaeer zu der heutigen Türkei hatte die Türkei auf Grund ihrer chronisch wirtschaftlich schwachen Situation mehr Kröten als gerechte Deals schlucken müssen.

Diplomatische Verhandlungen nutzen bekanntlich Druckmittel. Diese werden je nach politischer Bedeutung des Verhandlungslandes unterschiedlich vorsichtig formuliert.

Ein bestes Beispiel ist hier China, Russland oder Saudi - Arabien. An Hand dieser Laender sieht man wie wohltaetig EU - Poltik gesinnt sein kann, wenn sie, sagen wir mal abstrakt, 'abhaengig' ist.

Die Türkei machte in den letzten 20 Jahren erhebliche wirtschaftliche Fortschritte.

Das Problem, oder besser: das Dilemma, in dem sich die EU heute befindet ist die Tatsache, das die Türkei nicht mehr zu den 'Verhandlungspartnern' eingereiht werden kann, die sich einwandfrei in die Klasse 'Kröten schlucken lassen gegen Geld' klassifiziert werden kann.

Natürlich ist die Türkei für die EU nicht so wichtig wie China, Saudi Arabien oder Russland, klar.

Doch in der morgigen "Gerichtsverhandlung" des Bundesparlamentes, ob ein 78 - Millionen - Volk als Enkel einer Völkermordsbande abgeurteilt und abgestempelt werden soll oder nicht, ist man seit der Rechtsprechung im Falle Doğu Perinçek - Schweiz zu Gunsten Perinçeks' mehr als unschlüssig.

Ganz kurz zu dieser Verhandlungssache:
In der Schweiz wurde ein Leugnen der der armenischen Völkermords - Unterstellung unter Strafe gestellt. Herr Perinçek hat dies geleugnet und wurde bestraft. Perinçek brachte dies an den EU-Menschenrechtsgerichtshof - und gewann das Verfahren.

Die Substantiierung des Gerichtshofs war dabei relativ demokratisch:
historische Urteile sind Sache der historisch beteiligten Parteien und Sache der Aufarbeitung durch kompetente Experten. 
Synchron zum Gewaltenteilungsprinzip in der Demokratie hat keine LEGISLATIVE ein prinzipielles Recht, die Aufgaben einer JUDIKATIVE zu übernehmen und Petitionen, Resolutionen oder Verurteilungen 'im Namen des Volkes' auszusprechen. Das ist Sache der Gerichte.

Das zur Lesart des EU - Gerichtshofes, das bindend ist.
Auf die historischen Sachverhalte möchten wir hier nicht eingehen, dazu haben wir in unserem Blog hinrechende Beitraege veröffentlicht, aus denen sich genügend Quellen zu diesem Stellvertreter - Konflikt zwischen der Türkei und der mit Geld und Einfluss gesegneten armenischen Exil - Lobby in den USA & Frankreich heranholen laesst.

Am Ende des 2.Juni steht die EU eigentlich vor der Situation, ob im Falle einer Verurteilung der historischen Ereignisse der 'Partner' Türkei diese Kröte schlucken wird - oder eben nicht.

Dabei sollte jedem klar sein, das Perinçek beim deutschen  Verfassungsgericht gegen diese Resolution Klage erheben wird. Mit der Rechtssprechung des EU - Gerichtshofs im Rücken hat das deutsche Verfassungsgericht relativ wenig Handhabe, Perinçek zu widersprechen.

Doch was waere wenn das Rücknahmeabkommen saemtlicher Flüchtlinge aus der Türkei von der Türkei daraufhin gecancelt wird? So frei nach der Devise: Auf die 3 Milliarden Euro Hilfe geschissen!

Was waere, wenn die Türkei den EU - Exodus seiner 4 Millionen Flüchtlinge im Land mit Schiffen und Flugzeugen gar 'fördert'?

Dunkle Szenarien tun sich da im unter faschistischen Druck gegeisselten Europa auf....

Die Bundesregieurng glaubt, mit ihrer Armenier - Resolution ein Druckmittel gegen den Autokraten Erdoğan zu haben. Aber die Situation heute ist eine Andere.

Hierbei treten folgende Auffaelligkeiten zu Tage:
1. In der Armenien - Frage war Erdoğan bisher ein williger Kompagnon, die Verhaeltnisse zwischen dem mit faschistoiden Revanchismus getraenkten Armenien und der Türkei im Namen des Friedens zu bessern. Die historischen Archive der Türkei sind z.B. frei zugaenglich (die Archive zu diesem Thema in der Bundesregierung und - wen wunderts? - Armeniens jedoch komischerweise nicht ). Diese Archive können wieder geschlossen werden und mit einer gegenseitigen Öfnnung erst wieder geöffnet werden...
2. Der Autokrat Erdoğan kann nur durch dieses Thema noch mehr Anhaenger für sich verbuchen, als er eh schon für sich verbucht hat. Wie eine Kooperation der EU mit solch einem Erdoğan möglich sein wird ist dann wohl die zukünftige Denksportaufgabe der EU.
3. Die EU muss in seinen künftigen Strategien von der historischen Landkarte des Vertrags von Sevres endgültig Abschied nehmen, um im Nahen Osten einen nachhaltigen Frieden und den Exodus weiterer zahlloser Flüchtlinge in die EU zu verhindern.
4. Auch in der EU sollte man sich künftig daran gewöhnen, im Thema "Verhandlungen mit der Türkei" auch mal wieder 'Kröten' zu schlucken. Die letzten Kröten der Türkei schluckten die Europaer in den 40'ern ;)
5. Wie sagte der französische Premier Sarkozy "erst gestern" bei einem Treffen mit dem algerischen Praesidenten zum Vorwurf, Frankreich habe 1 Millionen Algerier völkermordartig planmaessig ermordet? "Die angeblichen Untaten von Grossvaetern können ihren Enkeln nicht in Rechnung gestellt werden."

Da hat Sarko mal ausnahmsweise Recht.

Alsoo: Viel Spass noch mit der Resolution morgen, Deutschland.

27.4.16

General MacArthur: Klönschnack mit Mustafa Kemal Atatürk

Wir schreiben das Jahr 1951.
In dem geostrategischen "Caucasus Magazine" und in der türkischen "Cumhuriyet" - Zeitung wird etwa zeitgleich Anfang der 50'er eine Kolumne veröffentlicht - unterzeichnet von General MacArthur.

Es war im Jahre 1932. General Douglas Mac Arthur besucht die gerade mal 9 Jahre junge Republik Türkei.

Der damalig unangezweifelt grösste Staatsmann der Welt, Mustafa Kemal Atatürk genehmigt eine Audienz mit dem General, worauf der General hoch erfreut ist.


Nach dem Austausch von diplomatischen höfligkeiten und militaerischen Gespraechen fragte der US - General Atatürk über seine Visionen und Annahmen bezüglich der nahen Zukunft der damaligen Welt aus.
 

Atatürk formulierte seine Visionen über die nahe Zukunft wie folgend:

"Mussolini hat den Wohlstand nach Italien gebracht, doch ich befürchte, er ist machtsüchtig. Wenn er sich als neuer Caesar sieht, könnte er neue Eroberungen, doch das waere nicht gut für Italien. Denn die Italiener sind kein Kriegsvolk."


Atatürk fährt fort: "Kommen wir zu Deutschland, denn Deutschland ist interessant. In ein paar Jahren wird Adolf Hitler wahrscheinlich Deutschland regieren. Deutschland, dessen Ehre mit dem 1.Weltkrieg gebrochen wurde, wird mit Hilfe der Nationalsozialisten einen bisher nicht bekannten Grad an Aufschwung erleben. Das gedeihende, erstarkende Deutschand wird sich an die offene Rechnung mit Frankreich und Grossbritannien erinnern".


Hier setzt der General ein: "Meinen Sie, das das vom 1.Weltkrieg geschwächte kapitulierte Deutschland so stark werden wird, das es ebenbürtig sein wird mit den Staaten, die Deutschland besiegt haben?"
 

Atatürk weiter: "General, wenn Sie mich fragen wird Deutschland spätestens 1940 - 1945 einen Krieg in Europa beginnen. Dies wird ein wahrhaftiger Weltkrieg werden."
 

Der General:"Und wer wird den Krieg gewinnen?"
 

Atatürk's Antwort darauf:

"Deutschland wird als erstes seine verlorenen Gebiete zurückverlangen. Tschechien, Polen und Frankreich werden daher von Deutschland angegriffen. Danach werden die Deutschen in die Sowjetunion einmarschieren, um den Bolschewismus zu vernichten.


Hierauf werden zunächst die Briten und danach ihr Amerikaner am Krieg teilnehmen. Diesen Krieg kann Deutschland nicht gewinnen, da die Deutschen sowohl mit der eisigen Kälte im Norden der Sowjetunion in den Eiswüsten (Taiga/Tundra) als auch mit den Angriffen der Briten und der USA zugleich nicht werden standhalten können.

 Jedoch weise ich hier auf etwas Wichtiges hin: Sollten dei Amerikaner, Briten und Russen zusammenkommen und Deutschland von der Landkarte auszuradieren, wird es in europa lediglich einen Sieger für die Zukunft geben: die Sowjetunion.


Der Sowjet wird dann - früher oder später - in Europa weitermarscheren. Undzwar bis an die Atlantik - Küste. Ich persönlich würde versuchen, die Deutschen zu besiegen, aber den Staat als Solches intakt zu halten. Europa braucht die Deutschen - als Schutz gegen den Sowjet."


./.

Liebe Leser, es gibt sehr wenig Regierungspolitiker, die in der Menschheitsgeschichte die Bezeichnung "Genie" verdienen. Mustafa Kemal Atatürk ist einer dieser Personen und reiht sich nahtlos mit den Ausnahme - Staatsführern unserer Weltgeschichte ein.