Nun haben wir in der Flimmerkiste die 'EU - Demokratie' - bereinigten Bilder gesehen.
Und - der Zusammenhang, der uns da suggeriert wird, ist schnell gezogen:
Frankreich's Ghetto-Kids nehmen einen Vorwand eines 'Zwischenfalles' zur Verwüstung und kommen sich toll vor. Fadenscheinig erzaehlen sie, ihre Arbeitslosigkeit, Behandlung als 2. Klasse - Staatsbürger seien Grund für diese Sinnlosaktionen.
Das führt zu Verbrennungen vor allem von Autos.
Aber liebe Leser, so einfach ist die Sache beileibe nicht...
Zunaechst einmal: seit Anfang des Jahres sind lt. 'Le Monde' 28.000 Autos in Brand gesteckt worden - und dies vor den Ereignissen in Clichy. Mittlerweile werden Autos auch mal 'versicherungstechnisch' vorteilhaft in Brand gesteckt - davon mal ab.
Das Resultat der ganzen Aktionen folgt jedoch schnell: in der vierten Generation in Frankreich lebende frnazösiche Ursprungsnordafrikaner erhalten wie ihre Grossvaeter eine Ausgangssperre und Notstandsgesetze vorgesetzt. Nur das dies damals 1955 in Algerien oder Tunesien geschah.
Wenn man sich eine kapitalistische Billigarmee aus den Früchten der Kolonialpolitik einschifft, diese jahrzente lang in einem gesellschaftlich bekanntermassen dissoziativen Prozess in Wohnghettos haelt, mit einer regionalen Arbeitslosigkeit von bis zu 50% deren Mittellosigkeit garantiert und Bildungschancen gar nicht erst zur Verfügung stellt, sollte man den Countdown starten für den Augenblick, in dem einem alles um die Ohren fliegt.
Der polizeilichen Verfolgungsaktionen an Minderjaehrigen mit Todesfolge folgte eine 'versehentliche' Beschiessung einer Moschee mit Gasmunition waehrend des Abendgebetes. Dies brachte das 'Fass zum Überlaufen' und daraufhin 'versehentliches' in Brand stecken von Autos.
Die Geschehnisse an jenem Abend sind von Jugendlichen auf Video festgehalten.
Gut funktionierende Medienfreiheit in Deutschland: von diesen Aufnahmen ist im deutschen Fernsehen nichts zu sehen. Man ist eben frei, das zeigen zu dürfen, was man möchte - und was man nicht möchte...
A Turkish Dissonance for Conceptional Disinformation of the Orwellesque & self-named 'Civilized World' Media
Ein Türkischer Missklang gegen Konzept - Medienpolitik orwellscher "Medien - Leitkultur christlicher Praegung"
13.11.05
4.11.05
Menschenrechte und Minderheiten in der EU: Theorie und Realität
Auf Openintelligence wurde aus aktuellem Anlaß zu den Ereignissen in Frankreich und Griechenland ein kurzes Resümee zur Lage der Minderheiten und ihrer Anerkennung gezogen.
Die Anerkennung von Minderheiten in einem EU - Mitgliedstaat ist eines der Kernforderungen der Kopenhager Kriterien. Doch wie legen EU - Länder dies aus?
Zur Zerteilung Spaniens als souveräner Staat sage ich hier nichts. Ebensowenig wie das Verhalten Hollands und Dänemarks gegenüber seiner friesischen Minderheiten, Tschechiens bei der Behandlung von Sinti und Roma .
Picken wir uns daher Frankreich und Griechenland aus.
In Frankreich durften jüngst (seit Ende der 90er) die 200.000 Basken nun endlich wie in Spanien ihre eigene Sprache auch auf Tabellen kritzeln. Doch als offizielle Minderheit wird diese dennoch nicht anerkannt. Jeder Baske ist Franzose, gell?
Elsäßer (1.200 Millionen) - keine offizielle Minderheit
Bretonen (900.000) - keine Minderheit
Lorener (300.000) - keine Minderheit
Katalanen (300.000) - keine minderheit
Korsen (200.000) - keine Minderheit
Flamen (200.000) - keine Minderheit
Wie erfüllt ein solches Land Kopenhagener Kriterien? Genau - gar nicht. Es ist ja Gründungsmitglied. Wem da George Orwell's 'Animal Farm' in den Sinn kommt, solllte abwarten - es kommt noch besser:
Griechenland leugnet seit seiner Gründung vor knapp 70 Jahren das Vorhandensein einer mazedonischen Minderheit im Lande, die ja immerhin 1/5 der Bevölkerung ausmacht.
An der bulgarisch-griechischen Grenze lebt das Bergvolk der Pomaken, welche bis in die späten 80er in einem militärischem Sperrgebiet lebten. Augenzeugen berichteten, das die Infrastruktur bis zum Einzug in die EG bei den Pomaken nicht vorhanden gewesen sei.
Ab Thessaloniki werden Sie dann Zeuge von immer mehr Moscheen und Menschen, die auf offener Straße und in den Kaffeehäusern türkisch sprechen. Die Rede ist von den türkischen West - Thrakern.
Diese Minderheit wird nicht als türkische Minderheit dargestellt, wie eigentlich im Vertrag von Lausanne vereinbart (so wie es ost-römisch/griechische Minderheiten in der Türkei gibt, welche aber als Minderheit anerkannt sind), nein, sie werden vielmehr als "Zwangs-islamisierte Griechische Minderheit" tituliert. Ungefähr jeder 11. Grieche ist somit auch Türke.
Zur Zeit stehen die vom europäischen Gerichtshof Griechenland auferlegten Rücknahmen von Ausbürgerungen, sowie die Rückerstattung von staatlich annektiertem Besitz der Ausgewiesenen an der Tagesordnung in Griechenland, die seit der Existenz des Staates Griechenlands eigentlich Usus gewesen ist.
Die westthrakischen Türken waren 'Gefangene' im eigenen Land:
wenn ein griechischer Staatsbürger türkischer Herkunft einen Schritt aus Griechenland unternahm, lief er automatisch Gefahr, seine Staatsbürgerschaft zu verlieren - ein Gesetz aus düsteren manisch-orthodoxen, 'christlichen' Diktaturzeiten Griechenlands erlaubte dies.
Dies bedeutete für die türkischen Westthraker: besuche deine Verwandten in der Türkei und bleib am besten gleich da. Dein Pass ist sowieso ungültig geworden.
Wir können hier zahllose weitere Beispiele aufführen - Großbritannien, (Nord-)Irland, Italien, die baltischen Staaten, Polen - alle mit Minderheiten - Leichen im Keller.
Sie sehen, das Thema Minderheiten ist zumindest solange aktuell, solange man EU-Mitglied werden will - oder konkreter: wenn 'wer bestimmter EU-Mitglied werden möchte'.
Liebe Leser, für Sie werden diese Infos möglicherweise als überspitzte Darstellung, Einzelfallbeispiele oder schlicht als türkische Gegenpropaganda behandelt werden.
In dem Falle müssen Sie sich, lieber Leser, die Frage stellen, wie es um Ihren Sinn für Gleichbehandlung steht.
Man sollte stets Forderungen an andere stellen, wenn man selbst diese auch wirklich lebt.
./.
Die Anerkennung von Minderheiten in einem EU - Mitgliedstaat ist eines der Kernforderungen der Kopenhager Kriterien. Doch wie legen EU - Länder dies aus?
Zur Zerteilung Spaniens als souveräner Staat sage ich hier nichts. Ebensowenig wie das Verhalten Hollands und Dänemarks gegenüber seiner friesischen Minderheiten, Tschechiens bei der Behandlung von Sinti und Roma .
Picken wir uns daher Frankreich und Griechenland aus.
In Frankreich durften jüngst (seit Ende der 90er) die 200.000 Basken nun endlich wie in Spanien ihre eigene Sprache auch auf Tabellen kritzeln. Doch als offizielle Minderheit wird diese dennoch nicht anerkannt. Jeder Baske ist Franzose, gell?
Elsäßer (1.200 Millionen) - keine offizielle Minderheit
Bretonen (900.000) - keine Minderheit
Lorener (300.000) - keine Minderheit
Katalanen (300.000) - keine minderheit
Korsen (200.000) - keine Minderheit
Flamen (200.000) - keine Minderheit
Wie erfüllt ein solches Land Kopenhagener Kriterien? Genau - gar nicht. Es ist ja Gründungsmitglied. Wem da George Orwell's 'Animal Farm' in den Sinn kommt, solllte abwarten - es kommt noch besser:
Griechenland leugnet seit seiner Gründung vor knapp 70 Jahren das Vorhandensein einer mazedonischen Minderheit im Lande, die ja immerhin 1/5 der Bevölkerung ausmacht.
An der bulgarisch-griechischen Grenze lebt das Bergvolk der Pomaken, welche bis in die späten 80er in einem militärischem Sperrgebiet lebten. Augenzeugen berichteten, das die Infrastruktur bis zum Einzug in die EG bei den Pomaken nicht vorhanden gewesen sei.
Ab Thessaloniki werden Sie dann Zeuge von immer mehr Moscheen und Menschen, die auf offener Straße und in den Kaffeehäusern türkisch sprechen. Die Rede ist von den türkischen West - Thrakern.
Diese Minderheit wird nicht als türkische Minderheit dargestellt, wie eigentlich im Vertrag von Lausanne vereinbart (so wie es ost-römisch/griechische Minderheiten in der Türkei gibt, welche aber als Minderheit anerkannt sind), nein, sie werden vielmehr als "Zwangs-islamisierte Griechische Minderheit" tituliert. Ungefähr jeder 11. Grieche ist somit auch Türke.
Zur Zeit stehen die vom europäischen Gerichtshof Griechenland auferlegten Rücknahmen von Ausbürgerungen, sowie die Rückerstattung von staatlich annektiertem Besitz der Ausgewiesenen an der Tagesordnung in Griechenland, die seit der Existenz des Staates Griechenlands eigentlich Usus gewesen ist.
Die westthrakischen Türken waren 'Gefangene' im eigenen Land:
wenn ein griechischer Staatsbürger türkischer Herkunft einen Schritt aus Griechenland unternahm, lief er automatisch Gefahr, seine Staatsbürgerschaft zu verlieren - ein Gesetz aus düsteren manisch-orthodoxen, 'christlichen' Diktaturzeiten Griechenlands erlaubte dies.
Dies bedeutete für die türkischen Westthraker: besuche deine Verwandten in der Türkei und bleib am besten gleich da. Dein Pass ist sowieso ungültig geworden.
Wir können hier zahllose weitere Beispiele aufführen - Großbritannien, (Nord-)Irland, Italien, die baltischen Staaten, Polen - alle mit Minderheiten - Leichen im Keller.
Sie sehen, das Thema Minderheiten ist zumindest solange aktuell, solange man EU-Mitglied werden will - oder konkreter: wenn 'wer bestimmter EU-Mitglied werden möchte'.
Liebe Leser, für Sie werden diese Infos möglicherweise als überspitzte Darstellung, Einzelfallbeispiele oder schlicht als türkische Gegenpropaganda behandelt werden.
In dem Falle müssen Sie sich, lieber Leser, die Frage stellen, wie es um Ihren Sinn für Gleichbehandlung steht.
Man sollte stets Forderungen an andere stellen, wenn man selbst diese auch wirklich lebt.
./.
1.11.05
Wussten Sie...
..das in den USA organisierte Gangs und die Unterwelt zusammengenommen ca. 800.000 'Soldaten' ausmachen?
Das entspricht rund einem Viertel der US-amerikanischen Armee.
So gesehen sollte man die Frage, was die tatsaechliche Gefahr für die USA ist, doch etwas neu fomulieren...
Man stelle sich nur vier 'Rattenfaenger' vor, die jeder 25.000 Anhaenger finden - und man stelle sich DANN noch vor, diese Organisationen kooperieren...
Wasm meinen Sie?
Das entspricht rund einem Viertel der US-amerikanischen Armee.
So gesehen sollte man die Frage, was die tatsaechliche Gefahr für die USA ist, doch etwas neu fomulieren...
Man stelle sich nur vier 'Rattenfaenger' vor, die jeder 25.000 Anhaenger finden - und man stelle sich DANN noch vor, diese Organisationen kooperieren...
Wasm meinen Sie?
17.10.05
Orhan Pamuk: 'Ich habe nichts von einem Völkermord erwähnt'
CNN Türk, 16.10.2005.
In einem Inteview mit Tayfun Ertan widerrief der berühmte Schriftsteller seine Aussage, das die Türken 1 Million Armenier und 30.000 kurdische Türken umgebracht haben.
'So etwas habe ich nie gesagt. Die schweizer Presse hat meine Aussagen verdreht, und nun wird es als Politikum verwendet' ruderte Pamuk zurück.
Daß kritische 'Affektaussagen' eines Schriftstellers, gerade gegenüber der Türkei so oder so als Politikum vom Westen genutzt wird, sollte einem intelligentem Geist wie Pamuk klar sein.
Erst recht, wenn man weiß, das die armenischen Organisation der Hintschak-Terroristen im 19. Jahrhundert in der Schweiz gegründet wurde.
Übrigens: weiß man so etwas nicht, dann ist man auch der letzte, der eine 'historisch recherchierte und haltbare Aussage' zu diesem Thema machen darf wie die Luftschlösser Pamuks'.
Meint Tipp:
Man sollte Schadenersatzansprüche von Seiten der türkischen Regierung überprüfen und ggf. geltend machen - Betriebe oder Personen können ja auch nicht so 'mir nichts - dir nichts' konsequenz-frei öffentlich verunglimpft werden, oder?
Pamuk muß daher nun vor der türkische Justizia zu seinen 'nicht getätigten' Aussagen Stellung nehmen. Nach türkischer Rechtsprechung kann er u.U. für bis zu 3 Jahre 'offline' genommen werden.
Ein weiteres Verfahren wurde jüngst gegen den Verleger des türkisch-armenischen Pamphlets AGOS, Hirant Dink, eingestellt.
Mit dem Fall Pamuks zeigen nun die Verfassungsorgane der Türkei, das Rufmord gegnüber einen Staat durchaus strafrechtlich verfolgt werden kann und das nur reflektierte Aussagen ohne Konsequenzen bleiben.
Vielleicht ist dies auch ein Hinweis, wie die türkische Regierung auf zwischenstaatlicher Ebene der lobby-geprägten Pauschalinquisitionen anderer Länder zu diesem Thema ebenfalls vorgehen kann.
In einem Inteview mit Tayfun Ertan widerrief der berühmte Schriftsteller seine Aussage, das die Türken 1 Million Armenier und 30.000 kurdische Türken umgebracht haben.
'So etwas habe ich nie gesagt. Die schweizer Presse hat meine Aussagen verdreht, und nun wird es als Politikum verwendet' ruderte Pamuk zurück.
Daß kritische 'Affektaussagen' eines Schriftstellers, gerade gegenüber der Türkei so oder so als Politikum vom Westen genutzt wird, sollte einem intelligentem Geist wie Pamuk klar sein.
Erst recht, wenn man weiß, das die armenischen Organisation der Hintschak-Terroristen im 19. Jahrhundert in der Schweiz gegründet wurde.
Übrigens: weiß man so etwas nicht, dann ist man auch der letzte, der eine 'historisch recherchierte und haltbare Aussage' zu diesem Thema machen darf wie die Luftschlösser Pamuks'.
Meint Tipp:
Man sollte Schadenersatzansprüche von Seiten der türkischen Regierung überprüfen und ggf. geltend machen - Betriebe oder Personen können ja auch nicht so 'mir nichts - dir nichts' konsequenz-frei öffentlich verunglimpft werden, oder?
Pamuk muß daher nun vor der türkische Justizia zu seinen 'nicht getätigten' Aussagen Stellung nehmen. Nach türkischer Rechtsprechung kann er u.U. für bis zu 3 Jahre 'offline' genommen werden.
Ein weiteres Verfahren wurde jüngst gegen den Verleger des türkisch-armenischen Pamphlets AGOS, Hirant Dink, eingestellt.
Mit dem Fall Pamuks zeigen nun die Verfassungsorgane der Türkei, das Rufmord gegnüber einen Staat durchaus strafrechtlich verfolgt werden kann und das nur reflektierte Aussagen ohne Konsequenzen bleiben.
Vielleicht ist dies auch ein Hinweis, wie die türkische Regierung auf zwischenstaatlicher Ebene der lobby-geprägten Pauschalinquisitionen anderer Länder zu diesem Thema ebenfalls vorgehen kann.
10.10.05
Deutschland: von der Demokratie zur Plutokratie...
In einem interessanten türkischen Bericht auf Open Intelligence wurde vom Wandel der Demokratien der EU zu Plutokratien gesprochen.
In diesem Kontext habe ich etwas Interessantes zum Lesen gefunden:
Einführung und Kritik der Plutokratie der "Deutschland AG
Viel Spass!
./.
In diesem Kontext habe ich etwas Interessantes zum Lesen gefunden:
Einführung und Kritik der Plutokratie der "Deutschland AG
Viel Spass!
./.
Abonnieren
Posts (Atom)