12.10.20

Armenien - Vom Sowjet - Überbleibsel zum Schurkenstaat

Eine Reflektion fernab von SPIEGEL - Eiern.

Er hat es derzeit wirklich nicht leicht - Nikol Paschinian, Premier von Armenien.
2018 an die Macht gelangt.und den damaligen Praesidenten Robert Koçaryan gestürzt, setzte der Westen - oder besser - die USA und Frankreich grosse Stücke auf ihn. 


Aber warum Frankreich und die USA? 

Ganz einfach: dieses Land beherbergt die wohlhabenden Diaspora - Armenier. Also die Armenier, die laut westlicher Völkermordsbekundungen eigentlich alle haetten tot sein müssen.

Egal. Dieses real existierende Paradoxon kann und wird der Westen nur mit Selbstreflektion und der korrekten Recherche in britischen und russischen Archiven selbst auflösen können. Oder auch nicht.

Kommen wir zur aktuellen Lage.

Wie gesagt waren die Diaspora - Armenier recht hoffnungsvoll mit Paschinian. Auch er hat an den Support des Westens geglaubt. Das dachte Georgien vor Jahren aber auch einmal. Doch der russische Baer ist nun mal kompromisslos, wenn es um seine direkte Haustür geht.

Der Staat hinter dem Staat - die GuS - Russland - Connection

Machen wir uns keine Illusionen: Koçaryan war ein Mann Russlands. Mit seiner Festnahme tat der derzeitige Ministerpraesident nichts Gutes für sein Land. Putin wies ihn Anfang 2019 bei einem Staatsbesuch darauf hin, Koçaryan freizulassen. Vergeblich. Selbst Frau 'Putin' besuchte Madame Koçaryan. Es half nix.

Die 5000 russischen Soldaten im Herzen Armeniens sind ein Garant dafür, das Armenien geschützt ist - aber auch gleichzeitig der Garant dafür, die Armenier 'auf der Spur' zu halten. 
Die derzeitige Situation zeigt jedoch, wie verzweifelt Paschinian ist, sodas er einen Konflikt riskiert, der seit über 25 Jahren von der Minsk - Gruppe (Frankreich, Russland, USA) zu Armenien's gunsten auf lauer Flamme gehalten wurde.

Armenien verzeichnete 20 % des Azerbaidschanischen Landes auf seiner Seite, inklusive Berg - Karabach, das nach der Auflösung der Sowjetunion in einem Vertrag Zwischen Azerbaidschan, Armenien, Gorbatschow und Schewardnadse 1989 eigentlich Azerbaidschan anerkannt wurde.

Ein blutiger 3 Jahre waehrender Krieg mit dem Support der russischen Armee auf Seite der Armenier stellte Fakten.

(Hintergrund: Stalin erzeugte ein 'teile und herrsche' - Modell im eigenen Land, bei dem er u.A. Berg - Karabach als armenische Provinz deklarierte)

Azerbaidschan versuchte nach dem Krieg jahrzehntelang, die Minsk Gruppe zu überzeugen, ihren von Armenien stets ignorierten Aufrufen Aktionen folgen zu lassen. Vergeblich: Russland kennt die erfolgreiche Lobby - Arbeit der Diaspora - Armenier an Hand der Türkei und. Deswegen schwieg auch Russland.

Bis 2018. Denn mit dem westlichen 'Maulwurf' (Paschinian) hat man Russland förmlich 'ans Bein gepinkelt'.

Armenien ist bitterarm, verkauft Nuklearstrom an den Iran gegen Erdöl und hat sonst auch nix. A bissserl Baumwolle noch - das war's. 
  • rund 2,5 Millionen Einwohner, 
  • 45.000 Soldaten und 
  • russische Waffen aus den 70 - 80'ern. 
  • Aber dank der Minsk - Gruppe war es im Besitz von 20% des Bodens Azerbaidschans.

Azerbaidschan's Erdöl und Ergas - Segen vom kaspischen Meer brachte Wohlstand. 
  • 12 Millonen Einwohner, 
  • 450.000 Soldaten und 
  • ein jaehrliches Militaer - Budget von über 3 Milliarden Dollar krempelten die marode ex-sowjetgeschaedigte Armee komplett um.

Die Türkei modernisierte die militaerische Akademien in Baku nach eigenem Modell, ebenso wie die komplette Ausbildung der Azerbaidschanischen Armee.

Russland und die Türkei teilen sich die miltaerischen Kaeufe Azerbeidschans. 

In den 26 Jahren konnte Azerbaidschan somit seine Armee regelrecht flott machen. Eine Tatsache, die aber Russland und Iran (35% der Iraner sind azerbaidschanische Türken) mit eher gemischten Gefühlen begegnen.

Die Bombardierung von Tovuz (Azerbaidschan) - Armenien's makabrer 'Hilferuf'

August 2020, womöglich enttaeuscht von der Inaktivitaet westlicher Financiers, entschied sich Paschinian überraschend, zivile Ziele in Tovuz zu bombardieren.

Die Bombardierung hatte mehrere  Ziele:
  • Durch das Sterben von Zivilisten sollten sich Drittstaaten über die UN dem Thema annehmen (ja, das ist krass). Je mehr beteilgte Staaten, umso unlösbarer wird ein Problem. Der Garant für den Status Quo also. Nicht schlecht gedacht.
  • Tovuz beherbergt wichtige Pipeline - Routen aller Erdöl- und Erdgasriesen, auch Europas', so das ein 'Handeln' auch vom Kapital gefordert werden sollte.
Doch das Echo blieb aus. Keine UN, keine EU, die sich des Themas' annahm. Wieso auch? Das Land ist besetzt, gehört Azerbaidschan, Armenien ist Besatzer. Und zudem schlichtweg zu uninteressant. Ausser vielleicht dafür, die Türkei alljaehrlich im schlechten Licht stehen zu lassen. Aber mehr auch nicht.

Putin, der sowieso eine Rechnung mit Paschinian offen hatte, selber aber aus vorher genanntem Grund keine Ambitionen hat, Armenien zu bestrafen, liess daher zu, das Azerbaidschan auf die militaerischen Angriffe antwortet.

Der naechtliche Waffenstillstand - Russlands' Machtdarstellung

Eigentliche hatte Azerbaidschan nach dem Wiederaufflammen des Krieges die besten Karten auf seiner Hand. Lavrov draengte jedoch  Ilham Aliyev zu einem Waffenstillstand. 

Der Hintergrund: Das internationale Rote Kreuz und der rote Halbmond sollten die gefallenen Soldaten nach Armenien abtransportieren, armenische Zivilisten, die von der armenischen Regierung in den 90'ern zwangsumgesiedelt wurden, sollten gefahrlos nach Armenien zurückreisen können - wenn sie es wollten.

Nach 11 - stündigen Verhandlungen war de Waffenstillstand letztes Wochenende klar, Lavrov war zufrieden, aber Aliyev zweifelte an dem Waffenstillstand.

Armenien wird zum 'Schurkenstaat'


Noch in der daraufflogenden Nacht startete Armenien, vom eigenen Territorium aus, Azerbaidschan's zweitgrösste Stadt Gence mit Raketen zu bombardieren. 
Auch das Ziel hier wieder: Zivilisten. Derzeit wurden 9 Tote und Dutzende Verletzte aus den Trümmern geborgen . Darunter leider auch Kinder.



Die Kalkulation Armeniens' hierbei ist jedoch finster: 
Durch den Angriff direkt aus Armenien erhofft sich Paschinian einen Angriff Azerbaidschans' auf armenisches Territorium (denn derzeit finden die Kaempfe in und um Berg - Karabach statt  - also auf Azerbaidschanischem Boden).

Damit möchte Armenien - vor allem dem Westen - beweisen, das es Azerbaidschan auch auf armenisches Territorium abgesehen hat. Das ist ziemlich krass.

Resultat?
  • Armenien wird diesen Krieg verlieren, seine belagerten Regionen an Azerbaidschan abtreten (war finanziell eh nicht haltbar) - oder in den Gefechten verlieren.
  • Russland kann den Vormasch des Westens in den Kaukasus - oder korrekter - Zentral- Eurasiens - erneut stoppen.
  • Durch die passive Haltung Russlands' in diesem Konflikt gewinnt Russland das Vertrauen Azerbaidschans', das mehr als mau war, da die Minsk Gruppe nur den Status Quo kontrollierte. Aber zu keiner gerechten Lösung verhalf.
  • Durch den Bruch des Waffenstillstands kann Russland Armenien bequem sagen: "das war (vorerst) Eure letzte Chance auf einen Dialog".
  • Paschinian wird in sehr naher Zukunft gegen eine Russland - treue Figur ausgetauscht werden und Armenien kann dann wieder auf russische Finanzhilfen hoffen.
  • Rund 150.000 armenische Gastarbeiter leben derzeit in der Türkei - geflüchtet von der Armut Armeniens - Tendenz steigend. Auch dieses Paradoxon muss der Westen für sich irgendwie auflösen (Gastarbeiter im Völkermordsland und so). Oder auch nicht.
Mit Armenien hat die Türkei auf jeden Fall einen weiteren asozialen bitterarmen Risiko - Staat an der Backe. 

Vielleicht sollte die Türkei und Azerbaidschan das Land komplett abkaufen und den Staat auflösen?

12.6.20

Der CIA und die Suche nach dem 'Türkischen Genom'

Oder: Auf der Suche nach der Quelle

Die Bosphorus Universitaet startete 2010 die  Erforschung des türkischen Genoms und die Erstellung einer genetischen 'Landkarte', dafür wurden aus 17 verschiedenen Provinzen der Genpool von 17 Personen untersucht, deren Ursprung mindestens 4 Generationen nachgewiesen werden konnte.

Forscher Dr. Cemalettin Bekpen aeusserte sich dazu in der Tageszeitung "Hürriyet" in einem Interview mit Mesude Erşan. "Dies ist ein erster Schritt, ein Pilotprojekt. Weitere werden folgen. Wir werden anschliessend die Genome von weiteren 100 Personen untersuchen müssen. Wir sind bei den Untersuchungen auf einer stetigen Entwicklung und können mittlerweile unsere 'genetische Landkarte' recht gut spezifizieren.

In der Forschungsmannschaft befinden sich ausserdem Forscher der Harvard, Simon Fraser und Bilkent Universitaet. 

***

Wir haben derzeit (2020) keine konkrete Resultate dieser Forschungsgruppe zur Hand. Was wir aber wissen ist, das zahlreiche US - Amerikanische Universitaeten ebenfalls in diesem Bereich forschen.

Einige 'Beauftragte' haben im Norden an der Schwarzmeerküste unter dem Vorwand von potentiellen Epidemien oder Krankheiten in den Dörfern der Nord - Türkei Blut - Samplings genommen und an ihre Forschungsinstitutionen geschickt.

Bei den Recherchen haben die Forscher unter anderem eine Funktion des türkischen Genoms entdeckt, das von den Forschern als (dominant vererbte) "Auto - Bereinigung" des Genoms bezeichnet wird. Diese Eigenschaft wird als fast einzigartig bezeichnet. Auch wenn dies nicht sonderlich propagiert wird: global existiert ein Trend zur Bindung mit Türken. Hervorgehoben wurden bei diesen Recherchen die Turkmenen (Yörük), die vor einigen Jahrhunderten Mazedonien besiedelt haben. 

[Historische Anmerkung: Der von den "Kayı" - Stamm abstammende Sultan Suleyman der Gerechte (die Osmanen stammen vom Kayı - Stamm der Oghusen ab) war es im 16. Jhndrt. leid, mit den widerspenstigen "Karamanoğlu"s des Avschar - Stammes (der Kern des Seldschukischen Reiches in Vorderasien) permanent Kriege zu führen und verschleppte die widerspenstigen Karamanoğlus zu den Balkan - Kriegen und überliess denen die regionale Herrschaft auf dem Balkan. Das 'Wegloben' war eine wohlbekannte Praxis der Osmanen (oder korrekter: Atamanen/Ottomanen)].

Interessant: Dr. Oktar Babuna's Knochenmarksspende - Aktion letztes Jahrzehnt fokussierte sich auf Türken, die aus der Balkan - Region abstammten. Diese Spenden wurden von Dr. Babuna in die USA gebracht, woraufhin er seine Aktion eintellen musste (Anmerkung: Dr. Babuna ist Mitglied der seltsamen Sekte von Adnan Hodscha ('Harun Yahya), die (wie das Judentum) nach dem Messias Ausschau haelt).

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Den Startschuss zur Kampagne gab das Wall Street Journal im November 2006 mit dem Artikel von Huge Pope, der damals eine These vertrat, das nur 10% der Türken in der Türkei "echte" Türken seien. Daraufhin begannen diverse Untersuchungen und Umfragen zu diesem Thema.

Im Magazin Newsweek führte Owen Matthews am 28. November 2008 in seiner Kolumne an, das immerhin 20% der Türken 'echte' Türken seien! Diese Thesen wurden auch in der Türkei von Journalisten wie Özdemir İnce, Ertuğrul Özkök und İsmet Berkan als bare Münze genommen und thematisiert. Aehnliches vertrat auch der in der California University ausgebildete Professor der İstanbul TU Timuçin Binder in einem Schreiben der Tageszeitung 'Sabah'. 

Die Frage ist insteressant: warum insteressieren sich diese Personen so sehr für das türksiche Genom? Warum der Aufwand, den Anteil vom türkischen Genom der türkischen Bevölkerung als so gering zu thematisieren? Welche Agenda wird da in Anatolien verfolgt? Etwa die, das in Anatolien die Türken vielleicht in der Minderheit sind?

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Sowohl Anatolien als auch Zentralasien wird von den Europaern und den US - Amerikanern als eigener Ursprung gezeigt. In der Forschungsarbeit von Macit Gürbüz (Selenge Vertrieb) "Die Kurdifizierung der Türken (im (süd-)östlichen Aanatolien) können wir nachlesen: "Unter den verschiedenen Untersuchungen laeuft auch das seit 1991 laufende globale menschliche Genom - Projekt. Eines der Resultate zeigte, das die Menschen im heutigen Europa aus Zentralasien, oder genauer aus dem heutigen Kazakstan stammt und sich von da aus über das ehemalige Türkistan in Eurasien in alle Richtungen verbreitet hat."

Im Prinzip können wir diese Untersuchungen auch offiziell vom CIA - Produkt National Geographic Channel sehen (heute auf YouTube zu finden).

Wir wissen nicht, was der türkische Geheimdienst MIT diesbezüglich macht.

Waehrend die Universitaet in Mailand an Hand der Knochenfunde in den Höhlen Mailands nachweisen konnten, das die Etrusker aus der Region İzmir in Anatolien abstammten, die lateinische Schrift aus dem Etruskischen entstand, diese widerum vom Professor Haluk Tarcan an der Universitaet in München in den 70ern aus dem Prototürkischen und die von den Proto Turkvölkern in Stein geschriebenen 'Tamga's weiterentwickelt und übersetzt wurde, hat man es irgendwie immer noch nicht geschafft, das türkische Genom zu dechiffrieren. Seltsam, oder?

Aslan Bulut, Yeniçağ



7.5.19

"Wer mit der Wahl kommt, geht mit der Wahl" - Erdoğan (einst)



Es war das Jahr 1994.

Der Herr Erdoğan wurde als Kandidat von Erbakan's Wohlstandspartei 'RP' mit 25% der Stimmen und einem marginalen Vorteil Bürgermeister von İstanbul.

Damals wurden Stimmen laut, das man doch wohl mit so wenig Stimmen nicht so eine wichtige Stadt wie Istanbul regieren könne. Doch da kam Herr Erdoğan und erinnerte mit folgendem Satz an die Grundrichtlinien der Demokratie:

"Wer mit der Wahl kommt, geht auch mit der Wahl!"

25 Jahre spaeter.  Ekrem İmamoğlu von der Staatsgründerpartei CHP wurde mit über 35.000 Stimmen Unterschied zum Bürgermeister von İstanbul gewaehlt.

Ein Fiasko, das sich die AKP - und vor allem "La Familia Erdoğan" nicht leisten kann. Denn die oligarchisch angelehnte Staatsleitung von Herrn Erdoğan bezieht sein privates Kapital über die Projekte in İstanbul. Über die Projekte in İstanbul bindet Erdoğan Holdings und grosskopferte Geschaeeftsmaenner an sich und haelt sie auf Linie.

Die von der Familie Erdoğan verwalteten Stiftungen erhielten dank Erdoğan's Erlassen (das sind Gesetze, die nicht über das Parlament verabschiedet werden brauchen, genannt KHK) die Möglichkeit, wirtschaftliche Betriebe zu gründen und - STEUERFREI - Profit zu erwirtschaften. Im Namen der Stiftungseigner!

Wir reden hier von einer Auftragssumme von rund 1,2 Milliarden Euro, die die Stadt İstanbul den Stiftungen der Erdoğan - Kindern hat zukommen lassen. Über z.B. Auftraege und direkte Ausschreibungen in den Jahren 2018 - 2019. Und da sind vergünstigte Pachtungen (zum 1/100 des realen Preises) und Grundstücksschenkungen im grossen Stil noch gar nicht mitgerechnet.

Megaprojekte in İstanbul werden unter direkter Kontrolle von Erdo gechincht.
Hier gilt generell die Devise: 15% "Komission" ist (islamisch) kosher (mubah).
Manche würden dies auch als Baghschisch ansehen ;)

Daher wurde durch den Wahlverlust in Istanbul etwas angestossen, das für die AKP - aus der Sicht Erdoğans' - essentiell ist.

Nun wurde durch verschiedene Reklamationen der Wahlunterschied auf 14.000 geschrumpft. Drei Wochen lang wurde rauf - und runtergezaehlt. Vor und zurück. Doch geaendert hat sich nicht Wesntliches.

Ekrem İmamoğlu ist und bleibt Sieger der Wahl.

2 Tage zuvor kam dann eine Ansage von Erdoğan, die Wahl zu erneuern. Den Druck bei der Wahlkommission kann man sich natürlich denken. Da wird z.B. immer mit der Gülen - Sektenzugehörigkeit gedroht.

Doch einfach ist die Situation der Juristen in der Wahlkommission nicht.

Denn die Begründung der Wahlerneuerung ist juristisch nicht haltbar...

Zahlreiche Wahlurnen seien mit "Vertretern der Wahlkommission ausgestattet, die keine Beamten gewesen seien". Dabei sind diese Wahlbeauftragten dieselben, die auch bei den 2 Wahlen zuvor gewerkelt haben.

Unabhaengig davon, das die Statuten der Obersten Wahlkommission dies ausdrücklich erlauben (was an sich schon diesen Einwand abschmettert) - man stelle sich Folgende Situation vor:

Bei den Kommunalwahlen hat der Waehler folgende Wahlzettel in die Wahlurnen geworfen:

  • Die Wahl des Bürgermeisters der Grosstadt.
  • Die Wahl der Abgeordneten des Wahlkreis - Parlaments.
  • Die Wahl des Bürgermeisters des Wahlkreises.
  • Die Wahl des Viertel / Gemeindevorstehers.

Die Wahl des Bürgermeisters der Grosstadt muss erneuert werden, weil es 'Unregelmaessigkeiten in der Wahl der Wahlurnenbeauftragten" gegeben habe.

Aber: 
  • Die Wahl der Abgeordneten des Wahlkreis - Parlaments?
  • Die Wahl des Bürgermeisters des Wahlkreises?
  • Die Wahl des Viertel / Gemeindevorstehers?
Selbe Wahlurne. 
Selbes Problem. 

Jedoch scheinen die Unregelmaessigkeiten bei der Wahl der Wahlurnenbeauftragten hier magischerweise nicht zu wirken.

Das ist doch Klasse, oder?

Da aber die Oberen der Wahlkommission alles Juristen sind, wissen alle, das die Annulierung der Wahl unter diesen Umstaenden illegal ist.

Die Devise "Wer mit der Wahl kommt, geht mit der Wahl" gilt fortan also nur so weit, wie es die direkten Interessen Erdoğans' nicht betrifft.

Kurzum: Erdoğan's Türkei zusammengefasst ist wie George Orwell's  - Animal Farm. 


28.10.18

Von den Kurultaj's zum heutigen Super - Praesi: ABHAENGİGKEİTEN

Super - Praesi Erdoğan verfiel jüngst wieder einmal in einen derben Widerspruch:

Vor ein paar Wochen musste d,e Türkei den mit Beweisen der Spionage für die PKK festgenommenen und verurteilten Pfarrer Brunson freilassen. Dafür "mussten" die Zeugen ihre Aussagen komplett zurückziehen, sodas die Beweislage Pfarrer Brunsons lediglich auf Fotos und Audio - Beweisen ruhte. Was so nicht als ausreichend gezaehlt wurde - nach türkischer Rechtsprechung.
Was sagte Erdo daraufhin?
"Wir respektieren die Justiz!" 

Das Verfassungsgericht kippte jüngst die Entscheidung der AKP  von 2013, den Schuleid der Kinder abzuschaffen. Eine Entscheidung, die die gravierende Mehrheit der Eltern falsch fanden. Nun dürfen/sollen die Kinde wieder Ihren Schuleid aufsagen: Ich Türke bin fleissig, lüge nicht. Ich beschütze meine Kleineren und respektiere meine Aelteren. Meine Ultima Ratio stellt meine Liebe zu mir unter die Liebe meiner Heimat. Wie glücklich ist der, der sagen kann: Ich bin ein Türke. Und unser Super - Praesi, abstammend von pro - Osmanischen Pontus'lern  und Stalin - vertriebenen georgischen - Juden sagt hierauf:
"Diese Rechtsprechung gilt nicht für uns, das respektieren wir nicht!" 

Man mang ungewollt an George Orwell's Animal Farm gedacht haben, wenn man versucht, diese Strategie Erdoğans' zu definieren.

Letztendlich resultiert dieses Verhalten gaenzlich aus den Empfehlungen der Berater (denen widerum vom Ausland ins Ohr gewispert wird) und den wöchentlichen Enqueten der AKP. Sobald die Werte am boden liegen und nicht mal mit dem üblichen Wahlbetrug korrigiert wrden können, dann wird das Volk von der AKP polarisiert.


Definieren wir mal diese Verhalten des Super - Praesi's....
Bei der ersten Entscheidung zum Pfarrer haben wir folgende Fakten

  • Der Pfarrer Brunson wurde vor knapp 2 Jahren der Spionage für die PKK beschuldigt - die Beweislage reichte der USA aus, das sie schwieg.
  • Plötzlich : eine Meinungsaenderung - Trump will den Pfarrer
  • Trump droht unserem Super - Praesi Erdo mit Embargo und zieht - nach dem Zypern - Manöver das erste Mal - wieder die Embargo - Karte aus dem Arm
Mit anderen Worten: Erdo hat die Türkei abhaengig gemacht von der Willkür und dem Willen  berühmten Finanz - Lobby.

Somit können wir diese Feststellung taetigen:

Erdoğan hat zwar die Abhaengigkeit der Regierung vom Militaer bzw. des tiefen Staates beenden können. Dies aber auf Kosten einer dominanten Abhaengigkeit des Landes gegenüber den Rothschild'schen, Bilderberg'schen kapitalistischen Interessen des Westens.

Kurzum: ganz und gar nicht im Sinne Atatürks' der einst sagte:
Unabhaengigkeit ist mein Charakter.

Die früheren Regierungen waren staendig in der Zwickmühle, einen politischen Ausgleich zwischen der Abhaengigkeit zum tiefen türkischen Staat und den Wünschen der westlichen neokolonialitischen 'Globalisten' gegenüber der Türkei zu schaffen.

Die letzte Phase des Osmanischen Reichs gegen Ende des 19.Jh war gepraegt durch auslaendische Abhaengigkeiten. Alles gehörte den Fremdmaechten im Osmanischen Reich.

Doch diese Art zu leben, steht im krassen Widerspruch der Turk - Völker, die in vor - islamischer Zeit alle wichtigen Entscheidungen in einem Kurultaj  - einem Volksentscheid - entschieden.

Die Staatsform der damals überall erstarkenden Regierungsform der Republik wurde aus diesem Grunde von Atatürk als 'passend' zum Wesen der Turkvölker postuliert - schon als Offizier des osmanischen Reichses....

Mit dem Wechsel zum Mehrparteien - System in der Türkei Anfang der 50'er letzten Jahrhunderts sah eben dieses kapitalistische Dominion wieder eine Chance, den Werdegang in der Türkei für die eigenen Wünsche zu lenken.

Von der einstigen Volksabstimmung im Kurultaj bis zum 1. Jahrtausend (von Finland / Estland/ Ungarn bis zur heutigen Mongolei) zum Super - Praesi, der derzeit - NOCH -  eine Koalition duldet.

Super - Praesi Erdo glaubt, das er dies alles irgendwie durchboxen wird können. Seine Hoffnung besteht darin, 2023 eine Neo - Osmanische Staatsform zu begründen und die Republik nach 100 Jahren zu begraben. Vielleicht überdenkt er dies ja - er machte Vieles rückgaengig - wenn die Bevölkerung - selbst seine Schergen - "Njet" sagten...

Und was sagte Atatürk über den 'gemeinen' Türken nochmal?

"Unabhaengigkeit ist mein Charakter."

13.5.18

Vorgezogene Mammut - Wahl in der Türkei: Wer? Was? Wie? Warum?

Vor einigen Jahren krakelte Erdoğan noch lautstark:
"Vorgezogene Neuwahlen sind ein Übel und kennzeichnen schwaechelnde Dmokratien aus. Wir haben diese Aera - Allah sei Dank - mit uns (der AKP) beendet."

Auch im Februar dieses Jahres winkte Premier Yıldırım ab: "Hört auf zu traeumen. Es gibt keine vorgezogene Neuwahlen."

Aus dem Universum erhielt der Parteichef der Partei der nationalen Bewegung (MHP), Bahçeli, jedoch eine Eingebung: "Es gebe Neuwahlen!"

Und eine Woche spaeter: Das republikanische Bündnis (die AKP und die MHP) kündigte - illegal- vorgezogene Neuwahlen an (ein Recht, das nur das Parlament hat).

Kurzum: die seit einem Jahr als stiller Koalitionspartner agierende MHP sagt dem Erdo, wo's lang geht...

Durch das Anheften der MHP an die AKP erzeugte die MHP jedoch so viel Missmut im eigenen Lager, das viele Parteiangehörige und Abgeordnete sich von der MHP verabschiedet haben.

Eine neue 'schwere' Alternative: Die "İYİ PARTİ"

Meral akşener ile ilgili görsel sonucu
Führt die laizistisch-kemalistische Konservative: Ex-Innenministerin Meral Akşener

Das Resultat: Die İYİ PARTİ entstand rund um die schwersten Kaliber der MHP, angeführt von der Ex - Innenministerin Meral Akşener.

Der "Kollateralschaden" durch die Gründung der "Guten Partei" wirkt sich bis heute in der derzeitigen politischen Landschaft der Türkei aus. Sie füllt letztendlich ein jahrelanges Vakuum, das sich die AKP jahrelang zu Unrecht unter den Nagel gerissen hat - die konservativen Waehler der ANAP bzw. der Demokrat Parti.

Meral Akşener war Innenministerin der Çiller - Regierung, die mit der Demokratischen Partei im Kampf gegen die PKK Ende der 90'er nachhaltig erfolgreich war, die türkische Armee von der offensichtlichen US - Spionage/Kontrolle befreite und nachhaltige innenpolitische Reformen auf den Weg brachte.

Mit der Abspaltung der İYİ Parti von der MHP, die im "republikanischen Bündnis" als Reserverad der AKP rechts-konservative Stimmen an sich binden sollte und im Kampf gegen das selbst geschaffene "Ungeheuer" Gülen - Sekte wirksam die Bürokratie unterstützen  soll (Hinweis: die MHP - Nomenklatura füllten einen grossen Teil im Beamten- und Bürokratenpool des türkischen Staates aus, den die AKP ja gegen Gülen - Sektenjünger ausgewechselt hatte).


Umfrageergebnis: Die Wahrscheinlichkeit, das die AKP Opposition wird betraegt 70%

Durch die echte Alternative im 65% breiten Mitte - Rechts Waehlerspektrum der Türkei laufen auch die Umfragen chronisch schlecht für die AKP. Selbst die erfolgreiche Afrin - Operation in Syrien konnten das Klima nicht zugunsten der AKP verbessern.
Die Wirtschaft ist schlecht.
Der Wert der türkischen Lira ist kurz vor dem freien Fall.
Ein gewaltiges Schuldenloch, das jetzt schon Generationen von Türken mit Schulden zur Welt bringen wird.

Das chronisch schlechte Umfrageergebnis wirft natürlich auch die immer wieder aufflammende Frage nach Wahlmanipulation und Wahlbetrug durch die AKP - Jünger auf.

Doch Akşener winkt ab:
"Wenn wir wieder solche Sachen wie beim letzten Referendum erleben sollten, dann kann man uns aus dem Gebaeude der obersten Wahlkommission nur noch mit Gewalt herausholen (Hinweis: ca. 1,5 Millionen ungültige Stimmen wurden von der obersten Wahlkommisson im Referendum anerkannt, damit das von der AKP angestossenen politische Referendum mit über 50 % durchgeschubst werden kann)."


Neues Regierungssystem, doppelte Wahl

Das neue Regierungssystem sieht derzeit den Staatspraesident als Regierungsspitze an. Die Minister und der Premier sollen somit 'Secretaries' werden - wie in den USA. 
Das Parlament wird aufgestockt von 550 Abgeordnete auf 600 (auch wenn im Plenarsaal der Platz für die weiteren 50 Sitze fehlen :P).
Die 10% - Hürde existiert, doch mit Bündnissen wird die 10% - Hürde umgangen. Das führt dazu, das im Prinzip jedes Mitglied im Bündnis die Möglichkeit hat, einen Abgeordneten zu stellen.

Eine Stimme geht daher an die Abgeordneten, die man waehlt - die andere geht an die/den Regierungspraesident(i)en, der/dem man die Regierungsverantwortung übergeben möchte.

Sowohl Meral Akşener als auch Muharrem İnce, der Kandidat der republikanischen Volkspartei CHP als auch Temel Karamollaoğlu, der Kandidat der alten Erbakan - Partei (Saadet Partisi) kündigten an, das sie den Weg, den Erdoğan durchgeboxt hat nicht fortführen werden und eine Rückkehr ins parlamentarische Regierungssystem nehmen werden.


külliye ile ilgili görsel sonucu
Erdoğan's Protzpalast - Laufende Kosten: 20 Mindestlöhne pro Stunde
Sowohl Akşener als auch İnce kündigten jetzt schon an, das sie nicht in dem von Erdoğan fragwürdig errichteten Protzpalast regieren werden.

Das Volksbündnis gegen das Republikanische Bündnis

Durch die massiven Anstrengungen aller Oppositionsparteien (das PKK - Organ, die HDP bleibt hier aussen vor) wurde rechtzeitig vor dem Ablauf der Meldefrist das Volksbündnis in die Wege gerufen, das allen  Mitgliedern den Weg ins Parlament ebnet. Derzeit sind 5 Parteien im Volksbündnis, darunter die CHP und die İyi Parti.

100.000 Unterschriften um die Praesidenten - Kandidatur zu ermöglichen

Die AKP und ihre politischen Tricks und Intrigen nehmen kein Ende. Bis Ende April hinein wusste man nicht, wie und wo man Unterschriften sammeln konnte. Auch wenn Meral Akşener sich ihrer Sache sicher war: die einzige Möglichkeit für die İYİ Parti in einer Wahl ins Parlament zu kommen, bestand darin, mindestens 1 Jahr als Partei zu existieren.  Dies war aber durch das "elegante" Vorziehen der Wahl nun aber blockiert.

Der historische Vorstoss der Staatsgründerpartei CHP

Um diesen Umstand zu begegnen, handelte die CHP atemberaubend: Der Chef Kemal Kılıçdaroğlu gab die Anweisung, das 15 Abgeordnete sich von der CHP trennen sollten und Mitglied der İYİ Parti werden sollten. Dadurch hatte die İYİ Parti automatisch eine Fraktion im Parlament, umging die 1 Jahresregel und kann in der Abgeordnetenwahl ebenfalls teilnehmen!


muharrem İnce aday ile ilgili görsel sonucu
CHP Chef Kılıçdaorğlu (links) und Praesidentschaftskandidat Muharrem İnce

Die Gründung der İYİ Parti besiegelt nicht nur den Niedergang der 40 jaehrigen nationalen MHP, sie korrigierte allein durch ihre Existenz sogar die Nominierung des Kemalisten Muharrem İnce als Praesidentschaftskandidaten (keine Praeferenz des eher sozialdemokratischen Kemal Kılıçdaroğlu), das innerhalb der CHP - Basis als lang ersehnter Richtungswechsel gesehen wird.

Die CHP Nomenklatura wird derzeit von den Soros'schen / EU - geleiteten Transformationsversuchen, die CHP als pflegeleichte, kompromissbereite sozialdemokratische Partei umzubauen, das sich nicht mit den Interessen ihrer eigenen anti-imperialistisch erzogenen Basis deckt.

TAMAM - ein Wort Erdoğans' wird Kult.

"Wenn mein Volk 'TAMAM' sagt - und nur dann - sind wir bereit, die Regierung jemand anderem zu übergeben" sagte Erdoğan letzte Woche.

Es kam zu einem über 3 Millionen #TAMAM ("das reicht, is' ok") - Shitstorm innerhalb der ersten 48 Stunden in den sozialen Medien.
Die BOT - Antwort der AKP mit #DEVAM (weiter) wurde z.B. von Twitter erkannt und regelrecht weggefiltert: über 300.000 Bot - Konten vom Social Media - Tagteam der AKP wurden gelöscht.

Resultat: Alles offen...

Zum ersten Mal seit 16 Jahren besteht eine breite Oppositionsbasis. Die gegründete İYİ Parti ist eine Alternative für
  • protestierende Nichtwaehler (rund 15 - 20% der Waehler), 
  • frustrierte, unzufriedene AKP - Waehler, deren politische Herkunft z.B. eh' aus der Zeit Demirels oder Özals stammen,
  • CHP - Waehler, die ihre Partei zu "Sozi", zu soft empfinden.
Ihre Kernmitgliedschaft kommt neben der MHP aus dem jungen akademischen Lager und Frauen, die sich Meral Akşener als Leitfigur wünschen.

Wir können relativ sicher sein das
  1. Erdoğan nicht im ersten Anlauf als Praesident gewaehlt wird.
  2. Die AKP durch das neue Bündniskonzept unmöglich 300 Abgeordnete ihr eigen nennen wird können.
  3. Der chronische AKP - Wahlbetrug durch die fast schon militante Haltung ihres Praesidentschaftskandidaten schnell eine innenpolitische Krise herbeiführen kann. 
Kurzum: Ende Juni wird es spannend in der Türkei.
Aber womöglich auch unregierbar.....

27.2.18

The deeper Afrin - Operation....

Die türkische Armee hat sich nach der Operation "Euphrate Shield" dazu entschlossen, mit Beginn dieses Jahres auch die Region rund um Afrin von DAESH bzw von der PKK/YPG zu bereinigen.

Seit den verlorenen Staedtekaempfen in den türkischen Staedten in Südostanatolien hat die PKK ihr Augenmerk auf die nördliche Region in Syrien konzentriert.

Und wie der 'Alliierte der USA' dabei vorgeht - ja das ist sogar der Amnesty International zu viel:
AI tituliert das Vorgehen der PKK/YPG in der Region regelerecht als WARCRIME.


Syrien - oder der "Stellvertreterkrieg 2.0" 


Fragt jemand nach der eigentlichen Aufgabe der vom CIA & MOSSAD gegründeten/supporteten ISIS ? Hier ein Resumee bzgl. der Ziele der ISIS /DAESH:
  • Destabilisierung der Region
  • Zerteilung Syriens nach irakischem Muster
  • Erzeugen eines neuen Feindbildes für den Westen
  • Sicherung der geostrategischen Poisition Israels
  • Schwaechung der Bedeutung Irans und Russlands in der der Region
  • Kontrolle wichtiger Erdöl- und Erdgasregionen für die US - Wirtschaft
  • Falls alles abkackt: Gründung eines PKK-istans in Syrien, um US-Basen in Syrien zu etablieren (Plan B, derzeit aktuell)
In den 5 Jahren Finanzierung von ISI/DAESH hat die US - Regierung natürlich auch einen B - Plan in der Tasche:

Die "bombastisch grosse Minderheit" von1,8 Millionen Kurden in Syrien sollten dazu gebracht werden, den nördlichen Bereich Syriens zu kontrollieren. Das ist zumindest der Plan Israels und der USA. Hier sehen wir derzeit viele Söldner der PKK/YPG in die Gebiete eindringen, die von ISI/DAESH verlassen wurden.

Aber was ist mit den 2,5 Millionen Turkmenen, den 3 Millionen Arabern und knapp 500.00 Yezidis in dieser Region?

Na, die sind derzeit im Exodus - über die gesamte Welt verstreut. Oder sie werden von der PKK/YPG maltraetiert - wie die AI ja berichtete (s.o).

Das eigentliche Ziel im Plan B ist aber klar:
Öffnung eines geographischen Arms zum Mittelmeer für "Gesamt - Kurdistan" und sicherer Transport von Erdöl, Erdgas (USA) und Trinkwasser (für Israel) über "West - Kurdistan".

Die Karte Syriens 2011. Die gelben Regionen sind die eigentlichen Siedlungsgebiete der Soranis (Arabische Kurden)

Hier sehen wird die Ausbreitung der PKK/YPG durch das von DAESH entstandene Vakuum und den massiven Support der USA und Israel um 2017 (linker oberer Zipfel: Afrin):

Die grünlichen Bereiche stellt das derzeitig kontrollierte Gebiet der USA-Israel-PKK/YPG Koalition dar. Dunkelgrün die Region, die von der FSA oder der türkischen Armee (Operation Eufrat Shild) kontrolliert wird.

Kurzum: mit der PKK/YPG haben sich die USA die grössten Erdölgebiete (Deir-i Zor im Osten in der Mitte Syriens) und die grössten nicht erschlossenen Erdgas - Gebiete (Münbiç) im Norden westlich vom Eufrat garantiert. Israel hat das Zweistrom Delta und das Wasser für sich garantiert, das im Nordosten Syriens vorherrscht (siehe obere Landkarte).

Hier sehen wir dann noch die US - Basen, die die USA im Laufe des Syrienkriegs - unter der Duldung des NATO - Partners Türkei - aufgebaut hat.


Resümieren wir:
  • Die USA hat sowohl die PKK/YPG, als auch die DAESH/ISIS bewaffnet und ausgebildet.
  • Tat sie dies bei DAESH/ISIS zusammen mit Israel und der der türkischen AKP - Regierung, tut sie dies jetzt bei der PKK/YPG nur mit Israel und einigen anderen Laendern.

Auch die Bundesrepublik hat militaerische Ausbilder und Ingenieure in den von der USA-Israel-PKK/YPG Koalition besetzten Zonen geschickt.

Da schliesst sich dann der Kreis zu Afrin:
Die Region sollte eigentlich die Vorhut bilden und in naher Zukunft den kurdischen Vorstoss zum Mittelmeer vorbereiten.

Was deutsche Ingenieure dort in Afrin an Bunkern und Schutzwaellen in ein paar Jahren haben aufbauen lassen, das ist schon bewundernswert. 

Hier einige Bilde der Schutzwaelle und Bunker, die teilweise nach NATO - Plaenen gefertigt wurden - "Construction planned & monitored by Germany".










Die türkischen Offiziere waren erst verwundert darüber, das sie diese Schutzwaelle gesehen haben. 

Aber nicht alle:
Die unbemannten Luftfahrzeuge, die die türkische Armee seit 2016 im Inventar - Made in Turkey - hat, beobachteten dieses Vorgehen seit Jahren.

Die türkische Armee bereinigt die Afrin - Region von den PKK/YPG oder DAESH Terroristen mit der klassisch türkischen Sicheltaktik mit einer Geschwindigkeit von 63 getöteten/festgenommenen Terroristen und 3 befreiten Dörfern pro Tag.

Die türkischen Spezialeinheiten, die 2014 in den Grabenkaempfen der PKK in der Türkei aktiv waren, sind bereits nach Afrin eingeflogen worden.

Gleichzeitig werden PKK/YPG Nachschubeinheiten aus dem Südosten kommend (geduldet von der syrischen Regierung, da diese Region von Syrien bzw. Russland kontrolliert wird ) mittels Artilleriefeuer daran gehindert, nach Afrin zu kommen.


Der derzeitige Status in Afrin (Türkische Armee / FSA in grün):


Doch die Marschrichtung dieser Befreiungsoperation, die die gesamte Bereinigung der türkisch - syrischen Grenze  von der PKK/YPG vorsieht, geht derzeit jedoch sehr langsam voran:
  • Die PKK/YPG nutzt Zivilisten als Geiseln und Schutzwaelle in der Region.
  • Die 120.000 Tonnen Waffensysteme, die die USA der PKK/YPG geschenkt hat, sind modernste Waffensysteme bzw. kommen aus dem Alt-Inventar der ehemaligen Warschauer Pakt - Staaten, die heute in der NATO sind. Diese Waffensysteme töten derzeit so gesehen auch die Soldaten des NATO - Partners der USA...
  • Die gesamte Region ist vermint, so das die Entfernung der von der PKK/YPG gelegten Minen ebenfalls Aufgabe der türkischen Armee und der FSA ist (Freie Syrische Armee, von der Türkei ausgebildet und unterstützt).
Bevor jemand sinnlos fragt, warum die Türkei keinen Terrorstaat als Nachbarn zu ihrer Grenze sehen möchte und deshalb in Syrien einmarschierte, sollte man sich auch diese Frage stellen:

Was haben die 15.000km entfernten USA in dieser Region denn um Himmels Willen wirklich hier zu suchen? 

Genau. NICHTS. 

Daher taete die USA gut daran, ihre derzeit 2.000 Mann starke strategische Besatzung in dieser Region zu evakuieren, denn der Krieg gegen das selbst erzeugte Monster DAESH ist so gesehen nur noch in Gebieten vorhanden, in denen die USA eh' keine Rolle mehr spielt (im Südwesten Syriens und im Irak).

Nach dem verfehlten Grabenkampf in der Türkei 2014 initiiert von der PKK, nach dem frischen Barzani - Unabhaengigkeitsdesaster im Irak 2017 steht der Trump - Regierung auch in Syrien eine weitere gravierende Schlappe bevor.

Die USA hat mit ihrer verfehlten "Ich bringe Demokratie in die Welt" - Politik seit der Gründung ihrer NGO "National Endownment for Democracy" in der Reagan Periode in den 80'ern nichts als Kriege und Stellvertreterkriege gesaet.

Mit anderen Worten: der Begründer des Verteidigungsbündnis NATO ist eigentlich das unerzogenste Kind in der Weltpolitik. 

Und das seit dem Korea - Krieg.

Unsere Frage: Ob das die US - Bürger wirklich so wollen????

22.2.18

Deniz Yücel und die bigotte deutsche Presse....


Nach dem der Welt - Journalist Deniz Yücel festgenommen wurde, wehte ein noch kaelterer Wind zwischen der deutschen und türkischen Regierung, die eh' schon angespannt ist, seitdem die deutsche Politik den Herrn Erdoğan nicht mehr als Demokratiebringer und Befreier vom Kemalismus deklariert, und mit seinen niveaulosen Tiraden selbst Madame Teflon entbrüstet hat.

Veni Vidi Vici - Deniz Yücel
Die deutsche Presse hat seit der Umstellung der Kurden - Politik der AKP die justiziellen Bedenken gegenüber der Türkei auf der obersten Tagesordnung in der Türkei - Politik.

Im Westen also nix Neues:
Medienpropaganda als politisches Druckmittel, um bestimmte eigene Interessen in fernen Laendern durchzubekommen. Alles wie gehabt.

Nach dem die PKK sich durch die passive PKK- Politik der AKP als stark und organisiert genug fühlte, Staedtekampfe in der Türkei gegen die türkische Armee zu führen, aenderte sich die PKK Politik der AKP. Dies führte zu einer endgültigen Bereinigung der PKK von allen Staedten. 

Die PKK, enttaeuscht von der Einstellung der Bewohner Südostanatoliens, die sich im Grunde genommen als konservative türkische Staatsbürger auf die Seite der Regierung stellten, hatte keine Grundlage mehr, in den türkischen Staedten zu operieren. 

Daher nahm die PKK das Angebot der USA, gegen ISIS zu kaempfen in Syrien dankend an: Sie wurden - aus ihrer Sicht - wieder wahrgenommen und konnten somit ihre in der Türkei erworbenen derben Aufstandsromantik - Wunden lecken.

Ausgeschweift....

Kommen wir zurück zum Thema weggeknastete Journalisten in der Türkei und Deniz Yücel.
Die Verhaftung  ist laecherlich, ebenso der Grund für die Freilassung. Es war also offensichtlich ein Kuhhandel zwischen der AKP und der CDU im Gange.

Aber:
Dieser Knabe Yücel, der war ja schon 2007 Journalist. 

Und zwar bei der Tageszeitung.

Man liest die TAZ und wird auch bei seinen Kolumnen aus dieser Zeit um 2007 fündig.
Und was liest man da? Ahhhhh - da isses wieder:

"Der Ergenekon - Prozess" (2006 -) - oder: die AKP entledige sich seinem tiefen Staat (als ob den irgendein funktionierender Staat auf diesen Planeten inklusive "Madame Teflonistan" nicht haette...pah).

Anders gelesen: Yücel erklaert die Festnahmen der Journalisten damals damit,  das sie sich mit dem "deeper State" zusammengetan haetten - na und das resultiert dann in Knast. Laut Can Dündar und Deniz Yücel.

Alles klar.  

Hier einige der Konterfeis von den Dutzenden Journalisten, die damals wegen des AKP - Gülen - Schauprozesses "Ergenekon" / "Balyoz" weggeknastet wurden.


In dieser Zeit labten sich solche Herren wie Can Dündar und Deniz Yücel mit solchen Aussagen wie: "das habt ihr ja eigentlich verdient".

Und die deutsche Presse? Was sagte sie zu diesen Festnahmen damals?

DIE SCHWIEG. AUSNAHMSLOS.

Bigotterie kann man nicht besser erklaeren.













25.10.17

Die Hintergründe der Visa - Krise zwischen den USA & der Türkei

...Eine andere Lesart...

Donald Trump ist kein gewöhnlicher Präsident der Vereinigten Staaten - so viel wissen wir.

Das chronische diplomatische "über die Stränge ziehen" ist im Grunde dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan ähnlich. Beide widersprechen sich regelmäßig, vergreifen sich im Ton - und beide haben eine passionierte Anhängerschaft.

Eigentlich beste Voraussetzungen für eine tiefere Freundschaft? Nun.

Wenn da nicht der Versuch dieser Gülen - Generäle gewesen wäre...Der in Pennsylvania auf einer Ranch des FBI lebenden Fethullah Gülen lebt in einem selbst gewählten Exil, das sich seit geraumer Zeit als goldener Käfig herausstellte, aus dem er nicht mehr hinaus kann.

Seit dem Aufstand der Gülen - Generäle (von einem Putsch kann keine Rede sein) betreibt Erdo eine gnadenlose Jagd auf Gülenisten. Die Referenzen dazu sind dabei recht simpel: Die verschlüsselte GÜLEN - Chat - Software ByLock bzw. Eagle auf dem Handy, ein Bankkonto bei der Gülen - Bank "Bank Asya". Und zack - ist man potentieller Gülen - Aktivist.

Das hierbei oft nur kleine Fische gefangen werden, oder die, die nur nicht ins Konzept der Regierungspartei passen,  ist klar.

Aber manchmal findet die türkische Justiz auch eben "empfindliche" Gülenisten - Figuren...Wie z.B. einen türkischen Mitarbeiter des amerikanischen Generalkonsulats in Istanbul.

Der Haftbefehl führte dazu, das der beschuldigte ByLock - Nutzer Asyl beim amerikanischen Konsulat beantragte. Anschliessend setzte die US - Regierung die Visa - Verfahren für türkische Bürger (in der Türkei) aus und das Konsulat wurde kurzfristig geschlossen. Seitdem befindet sich der Gesuchte im US Konsulat.

Die türkische Regierung reagierte - überraschend - innerhalb von 12 Stunden damit, das auch sie die Erteilung von Visa an US - Bürger, die in die Türkei einreisen wollen, aussetzt.

Dies ist eigentlich im diplomatischen Kontext normal.

Für die Türkei ist dies jedoch ein Novum.

Wenn man nach dem wahren Grund, warum die USA die Visaerteilung an türkische Bürger ohne Begründung aussetzte, nachfragt, gibt es viele Möglichkeiten....


  • Die stetige Annäherung Erdogans mit Putin? 
  • Der stetige Konflikt der türkischen Armee mit dem syrischen Arm der PKK, den die USA ja als Verbündete "im Kampf gegen den IS" auserkoren haben? 
  • Der positive Dialog der Türkei mit dem Iran beim Thema Referendum vom irakischen Barzanistan?
  • Die gemeinsamen Manöver der türkischen Armee mit irakischen Spezialeinheiten an der Null - Linie zum Irak im Norden?
  • Die Einladung des venezuelanischen Praesidenten Maduros' nach Ankara? 
  • Der kritische S400 Luft-/Flugabwehrsystem - Deal der Türkei mit Russland? 
  • Der Einmarsch der türkischen Armee nach Idlib, koordiniert mit Russland, bei dem, wenn man geographische Realitäten mit berücksichtigt, sich nicht mehr auf Idlib beschränken wird, sondern auch gen Norden in die vom PKK Ableger YPG gehaltene Enklave Afrin bewegen wird (Zur Erinnerung: Die USA hat den PKK Ableger YPG im Kampf gegen den IS mit 3000 LKW - Ladungen Waffensysteme beschenkt...)? 

Vıele Möglichkeiten für das Erkalten der Beziehungen. Eins steht fest: Die Türkei bewegt sich geostrategisch Stück für Stück in die Richtung, in der man die Türkei nachweltkrieglich eigentlich gar nicht haben wollte: zu einem eurasischen Staat, der eher "par pari referre" agiert (Gleiches mit Gleichem vergelten).

Dies ist eigentlich die Grunddiplomatie der Türkei im Sinne Atatürks und wurde von dieser Regierung stets unter den Tisch gekehrt. Die grösste Unbekannte hierbei ist jedoch, das gerade beim alten Busenfreund Erdos', der USA, diese Maßnahme bedingungslos getroffen wurde. Die Think Tanks und NGO's der USA haben letztendlich Erdo zur Regierung verholfen.

So wie Özal, Tansu Çiller, ja sogar Menderes.

In diesem Sinne: Abwarten und Tee trinken.

18.10.17

Nach dem Referendum in Barzanistan - Mikronationalismus vs. Etatismus....

Niemand denkt beim zentralistisch regierten Frankreich daran, die 23 ethnisch unterschiedlichen Völker in Frankreich in 'eigene' Mikrostaaten zu fassen. Selbst die Basken durften als Separatisten nur in Spanien agieren - nicht in Frankreich.

Die Basken, Bretonen und Korsen sprechen nicht einmal französisch!

Aehnlich die Situation bei den Wikinger - Friesen im Norden Mitteleuropas'. veteilt auf drei Staaten. Ohne ein unabhaengiges Friesland mit Friesisch als Landessprache.

Überall sehen wir Eingrenzungen: Selbst das Frankenland durfte sich nicht von Bayern abspalten!

Wir können hier also wirklich etliche Beispiele im Paradebeispiel EU aufzeigen, was die Begrenzung von Mikronationalismus angeht...

Und schauen wir doch nochmal in die UN - Charta...Artikel 2, Absatz 4:

"All Members shall refrain  in their international  relations  from  the  threat  or  use  of  force against  the  territorial  integrity  or  political  independence  of  any  state,  or  in  any  other  manner in consistent   with  the  Purposes   of  the  United Nations"

Alles klar soweit? Klar!

Seit Woodrow Wilson ist der "Ausreisser Kolonist" der britischen Krone, die USA , jedoch seinem kontinentalen Isolationismus als Aussenpolitik - Prinzip nicht mehr treu geblieben.

Mit der Industrialisierung und der gleichzeitig massiven globalen Ausbreitung des Islam wurde die internationale Ausrichtung der US - Aussenpolitik auch oft als heiliger Neo - Kreuzzug tituliert.
Der letzte Besipiel - Praesi war Bretzel - Esser Bush Jr..

Der neue Trump-O macht noch nicht einmal einen Hehl daraus, einen 'US - evangelistischen' Kurs im Namen des Herren zu gehen.

Im Nahen Osten bzw. Kleinasien ist eigentlich nach WWI so ziemlich Vieles nicht so gelaufen, wie es Wilson sich erhofft hatte. Nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches sollte Armenien z.B. bis zur Mittelmeerküste ausgedehnt sein.

Karl May's "Durch das wilde Kurdistan" sollte östlich daran angrenzen, der Westen sollte sich am massiven Erdöl der Region für "fast lau" laben..

Die ganzen Investitionen derzeit, die Völker und Staemme in der Region gegeneinander aufzuwiegeln - das Blue Book z.B. der britischen Krone von Toynbee ist hier ein Lügenpamphlet vor dem Herren Jesu' - aenderten nicht die demoskopische Realitaet der Region.

So, wie damals die USA, UK und viele andere Staaten auch operieren viele westliche Staaten in Mesopotamien herum. Israel als Leisetreter tut dies sehr aktiv aber gleichzeitig auch im Hintergrund.

So hat Israel das Referendum des Barzan - Juden Barzani in Barzanistan auch sofort anerkannt. Anders formuliert :

De facto Situationen erzeugen, um Claims abzusichern. 

Die überraschend kurze Einigung der Anlieger - Maechte Iran, Türkei, Syrien und der betroffene Staat Irak bzgl. der synthtisch erzeugten Abspaltungs - Entwicklung traf vor allem die USA und Israel.
..
Wie wir auch an Hand von vielen Besipielen in Europa erkennen können, reicht eine künstlich injizierte "Animal Farm"isierung dieser Region nicht aus, Populationsrealitaeten und etablierte kulturelle Bindungen der Nachbarn in dieser Region zu dividieren.

Fassen wir mal zusammen:

  • Die grösste Stadt der Kurden in der Türkei ist z.B. Istanbul.
  • Selbst nach der massiven Zwangsaussiedlung der Turkmenen und Araber aus Kirkuk war Barzani bezügl. des Status dieser Grosstadt nicht sicher, diese als kurdische Stadt titulieren zu können.


Hier erscheint auch das grosse Dilemma der US - und Israel - Politik:

Die Kurden stellen in der Region, die die westlichen Maechte auf den Landkarten als 'Kurdistan' vorgesehen haben, meistens gar nicht einmal die Mehrheit dar!

Selbst in 'Barzanistan' lebten neben den 4 Millionen Kurden genauso viele Turkmenen und Araber!?

Der Westen - insbesondere die USA und sein Satellit im Nahen Osten - taete gut daran, die historischen und bevölkerungstechnischen Realitaeten der Region zu akzeptieren und nicht mehr mit der Devise "Teile und Herrsche" zu agieren.

Die Kurden sind ein verteiltes "Volk", dessen ethnische Eigenschaften immer noch nicht vollwertig geklaert sind.

Auch wenn Israel a la HIMMLER genetisch Belege zu suchen scheint: Kurd oder heute im türkischen auch Kurt heisst WOLF. Der aus der Ergenekon - Legende der Türken.

Von den Kurden berichten die Göktürkischen Schriften (Hunnen) seit Atilla, der "Wolfsverbaende" - Kurden - zur Unterstützung im Krieg der Ost - Hunnen gegen das Oströmische Reich geschickt hatte.

Die Juden nannte AMED z.B. ihre Heimatstadt: Das heutige Diyarbakir.

Selahattin Ayyubi, der Held, der die letzte Kreuzzug - Welle erfolgreich begegnete und niederschlug, wird z.B. heutzutage in der westlischen Literatur als Arabo - Kurde bezeichnet. Der Haken: Seine Brüder als wie auch seine Kinder hatten überwiegend türkische Namen.

Und aus der Goran - Region des heutigen Iran wurden die schaafi - Muslimischen Gur - Türken (unsere heutigen Kurden der Türkei) zur Zeit des Sultans Yavuz Selim importiert, da der schiitische Safawi - Türken - Schah Ismail für die schafitischen Gur - Türken keine Verwendung hatte.

Und da gibt es dann auch noch das "Bash Kurdistan (Bash = türk.:"Haupt")" im Herzen Russlands, mit der Bashkurdischen Hauptstadt UFA.

Das Modell der Autonomisierung innerhalb der existierenden staatlichen Grenzen sollte somit das Ziel des Westens sein, anstatt solche utopischen Maximalforderungen (in diesem Fall Kurdistan') mit Stellvertreterkriegen durchzuboxen. Die demoskopischen Realitaeten der Bevölkerungverteilung sprechen in dieser Region immer dagegen.

Es mag vielleicht ein homogenes Flamen in Belgien geben, oder ein homogenes Baskenland oder Katalonien in Spanien. Oder ein homogenes Korsika.

Diese ethnisch regionalen Abgrenzungen gibt es aber in der beschriebenen Region nicht. Alle sind hier eben irgendwie  Glaubens - oder Schicksalsbrüder ;)

Westliche Werte sollten wieder an *echte* Gerechtigkeit und an *echten* Frieden interessiert sein.

Seit der Aufwiegelung der armenischen Osmanen gegen ihre muslimischen Mitbürger Ende des 19. Jahrhunderts durch den Westen wirkt dies leider recht unglaubwürdig in dieser Region.

12.3.17

Wenn der Pfad der analytischen Diplomatie verlassen wird....

...kommt in der Regel nichts Gutes bei 'raus.

Das kennen die Türken nur zu gut: jahrelang haben sie die (von USA/Israel-) importierte Syrien - Politik vom kleinen, geschassten Ex - Premier der AKP, Ahmed Davutoğlu (Davidssohn) vertreten und nun stehen sie vor einem Scherbenhaufen, der kaum zu reparieren ist.


Die Türkei steht vor einem  aeusserst fragwürdigem Referendum, das dazu dient, Erdoğan totalitaerer und direkt regieren zu lassen. Gleichzeitig soll die juristische Unantatstbarkeit Erdos garantiert werden - das eigentliche Problem Erdo's, dem Bakschisch - Sultan. Jeder halbwegs intelligente Türke sagt dementsprechend auch:
"Nicht mal Atatürk beanspruchte so eine Position im Unabhaengigkeitskrieg gegen die alliierten Besatzer der Türkei. "

Alles ging damals in der Zeit nur mit dem 'Go' des damaligen Parlaments (TBMM) vonstatten. So wurden die Besatzer aus dem Land vertrieben.

Daher sah das Referandum auch zusehends schlechter aus für die AKP. Mit jeder Woche haeuften sich hier die Fragezeichen:
Je mehr die 'Pinguin' - Journalisten versuchten, das Praesidenten - System bei den taeglichen politischen Runden zu erklaeren, umso hilfloser stellten sich ihre Argumente heraus.

Auch die Zuhilfenahme der nationalen MHP führte zu nichts:
90% der MHP Waehler stimmen nicht mit ihrem MHP - Politbüro, wie er heutzutage verhöhnt wird - zu. So laeuft auch der alte Bahçeli einem generellem Parteitag bewusst davon ("Kurultay") - er wird keine Wiederwahl sehen, Bahçeli. Das steht fest.

Erzornt von der Unfaehigkeit Bahçelis', seine Wahler für eine JA (evet) - Kampagne zu erwaermen (wöchentliche regionale und überregionale Umfragen stellen die Grundlage für die Strategien der AKP dar), hat die AKP sogar Bahçeli und die irakische Regierung brüskiert, indem sie den Barzan- & und Sorani - Sippencheffe Barzani nach Istanbul brachten und beim Empfang das reigonale "Wempel " Barzanistans fluchs neben die türkische Flagge hissten (!) - ein politisches NO GO.

Aber in der Hoffnung, religiös - konservative Kurden im eigenen Land für ein JA zu gewinnen, macht man denn auch schon Fehler und riskiert vielleicht sogar zu viel.

Wie dem auch sei.
Die Anqueten kommen im besten Fall auf 47% für ein JA. Reell bedeutet das, das ein NEIN rund 60% in der Bevölkerung Anklang findet. Ein Wert, den man mit dem üblichen digitalen Betrug waehrend der Wahl schwer ausbügeln kann.

Die Strategisten im illegalen Serail Erdos' tüftelten sich dann mit dem Augenmerk auf Europa etwas aus.

Mit der Orgie, die der AKP in der EU das Reden versagt, um für ein JA zu werben, spielen sie im Prinzip der AKP nur die Waehlerschaft zu. Die eh' mit einem 2. Klasse Bürger - Komplex lebenden Türken in Europa bekommen nun auch noch einen gedissten Erdo serviert - ihren Erdo!


Man kann nicht sagen, ob diese politische Fehltaktik in Europa absichtlich gemacht wurde (evtl. geheime Deals mit der AKP und eine Schein - Empörung der Europaeer, um noch mehr Zusagen von Erdo zu erhaschen - siehe Kurdistan Projekt des postimperialen Westens), oder ob man dem Erdo einfach nur eine auswischen möchte....dies ist schwer zu erkennen .

Fest steht, das bei den Migranten der gegenteilige Effekt erreicht wird.

./.

Falsche Redner und Galeonsfiguren gegen die AKP

Gerade Deutschland hat mit der sehr fragwürdigen Erscheinung Can Dündar keine korrekte Lösung gefunden, das Referandum in der Türkei für ihre Migranten positiv im Sinne für ein NEIN zu wenden.

Solche Journalisten, denen der Duft des EX-AKP und Gülen - Sympathisanten klebt, können keine Referenz für eine reale Berichterstattung über die Türkei dienen.

Möglicherweise für den nostalgischen Sozialdemokratie - Filz, klar. Denen kann das ins Konzept passen, warum nicht.

Aber die Einladung solcher Persönlichkeiten bei politischen Diskussionsrunden im Fernsehen wie
  • der renommierte ehemalige Vorsitzende der Anwaltskammer Istanbul, Ümit Kocasakal 
  • der Sözcü Kolumnist Yılmaz Özdil 
  • Einer der künftigen, derzeit vom MHP - Politbüro geschassten Oppositionsführern und mit grossen Aussichten als Premierministerin, Frau Meral Akşener 
würden z.B. den Migranten in Europa das NEIN einfacher erklaeren!

Doch all diese medialen Oppositionskraefte der Türkei haben etwas gemeinsam, das 
  • weder mit den Werten pseudo-linker, lobbyistischer Sozialdemokratie 
  • noch mit christlich - konservativen oder
  • jüdisch/evangelistisch - kaptialistischen Werten des Westens im Einklang stehen:

Allesamt sind sie Verfechter des Kemalistischen Systems Atatürks, die Anti - Imperialismus, "starker Staat" und eine bedingungsfreie Unabhaengigkeit im Charakter verfechten.

Solche Gesichter passen nicht in das Post-WWII - Konzept der EU.

Somit sind die Migranten auf Seiten Erdos' - obwohl man das (hoffentlich) Gegenteilige bewerkstelligen wollte...Reingefallen, EU.

Kurzum: Toll gemacht. Echt TOLL!!!

16.11.16

Steinmeier: "Angie, im Bosporus is alles drunter und drüber..."

Da hatte sich doch die Herren der EU einst die Haende wund gerieben.

Endlich die Kemalisten weg vom Schirm in Anatolien.
Atatürks Sieger - Militaer in die Schranken verwiesen.
Dank Erdo fetteste Exporte verwirklicht.
Die Bevölkerung mit kranken Konsum in die Schulden getrieben, fett Kredite vertackt.

Alles lief doch so gut.

Doch nu' ist alles drunter und drüber.

Eklat in Ankara.

Vor laufenden Kameras erinnert der türkische Arbeitskollega Germano-Steini an die von der türkischen Justiz an die deutsche Justiz verschickten 4500 Akten voll steckbrieflich gesuchter Terroristen, die anscheinend im Mahlwerk der deutschen Justiz in Energie umgewandelt wurde.


Machen wir uns nichts vor. Ebenso wie die türkische Bevölkerung glaubt auch die Mehrheit der Europaer nicht daran, das die Türkei EU - Mitglied sein kann.

Was sich die EU zu lasten tragen und wo sie Kehraus machen muss, ist jedoch ihre antikemalistische soziopolitische Projektarbeit in der Türkei.

Der starke Staat und das starke Militaer im Kemalismus ist ja auch letztendlich der Fingerabdruck eines Unabhaengigkeitskampfes gegen die europaeischen, kolonialen, imperialen Maechte. Allesamt heute Mitglieder der EU. Tja.

Das Schlüsselwort ist hier "NACHTRAGEND". Die Europaer und ihre Haltung zu Atatürk kann nicht anders gewertet werden. 
So sehen es zumindest die Türken - nicht aber ihre Politiker.
So sehen es zumindest die Staaten hinter den Staaten in Europa - nicht aber ihr Völker.

Das allzeit bekannte bigotte Demokratie - Gesülze obendrauf ist natürlich nur eine "willige Hure" dr Politik, klar.

Als sich die ThinkTanks in der EU & USA ihre Türkei - Alternative "Demokratischer Islam mit
der AKP statt sekulaerer Laizismus a la Atatürk" als Staatsmodell pushten und förderten, haben sie die allseits beliebte CIA - Karte der USA anscheinend übersehen ("ich mach meinen Mist, und das, ohne zu fragen")

Die Gülenisten - Sekte war ja quasi Koalitionspartner der AKP, Sie war & ist in der AKP. Sie stellte die AKP - konforme Bürokratie und Wirtschaft in der Türkei, um Anti-Kemalistische Reformen erst zu ermöglichen. Sie ist aber auch gleichzeitig eine NGO unter CIA - Kontrolle.

Hunderte von Milliarden Dollar flossen in die AKP-Türkei, mehr als 720 Privatisierungen stellten einen gewaltigen Happen für 'Das Kapital' im Westen dar. Und bei den Privatisierungen mit %15 Baghschisch immer mit dabei: Erdo und sein AKP - Clan.

Das die EU mit Erdo keinen Demokratie - Ritter als Partner supportete, das sollte der EU eigentlich klar gewesen sein...meint man zumindest. Wie auch immer.

Türkei: 34 PKK Terroristen werden von HDP - Aktivisten gefeiert
Durch die dubiosen internen Geldgeschaefte mit dem Iran sowie dem stetigen Versuch und Angebote Erdos', das arabische Kapital in der USA peu a peu in die Türkei zu transferieren, fiel Erdo - trotz seines willig durchgeführten Auftrags, den Kurden Wegbereiter für einen israelisch - amerikanischen Staellitenstaat zu gründen - in Ungnade.



Vergessen waren seine Erfolge gegen den Kemalismus, gegen das Militaers, seine Flörts mit den ethno-nationalistisch, militanten PKK.

Mittels der in das 'moderne' Türkei - Projekt installierten Gülen - Sekte wurde auf den Knopf gedrückt und Erdo's Schlinge kürzer gezogen.

Mit dem Aufstand der Gülenisten - Generaele kam es zum Bruch:
Erdo brach nicht nur mit Gülen. Er brach auch mit den erlegten 'Hausaufgaben' des Westens. Erdo übernahm sozusagen 'neue' Forderungen also, diesmal auferlegt von denen, bei denen er womöglich "Schutz" suchte: dem Staat hinter dem Staat in dr Türkei.

Der Staat hinter dem Staat ist in jedem souveraenen Staat vorhanden und essentiell.
Auch in der Bundesrepublik.
Denn bei Staaten gibt es immer eine offizielle Lesart für die Bevölkerung und eben die lebenswichtige Agenda des Staats hinter dem Staat.

In diesem von dem Westen verursachten Laden voller Scherbenhaufen namens Türkei latscht unser aeusserst zuverlaessig arisch und korrekt daherkommende Steini nun hinein.

Und wird vor laufender Kamera angeschissen.

Natürlich ist das diplomatisch grob.
Doch das Verhaeltnis der Bundesrepublik ist seit dem Flugverbot der deutschen Luftwaffe über dem türkischen Luftraum ohnehin gespannt (wir berichteten darüber).

Das Verhalten der Medienwelt in der Bundesrepublik, solche ethisch eher fragwürdigen Personen wie Can Dünder über den grünen Klee zu loben (auch hierzu gab's Löwensenf von uns), bindet die Bundesregierung natürlich nicht, klar. Aber jeder weiss, wie die 4.Macht der Demokratien die anderen Organe beeinflussen ;).

Doch seit dem Armenien - Desaster des deutschen Parlaments ist die Toleranz - Grenze in der Türkei als auch die Erwartungshaltung gegenüber Deutschland auf 0 gefallen.

In der Politik gibt es immer ein Geben und Nehmen, mit Maximalforderungen und Minimalgestaendnisse als oberstes Prinzip.

Wenn die Türkei nun 0 Erwartungen an die BRD (und an die EU) stellt, ist man in einer relativ schlechten Situation, Forderungen zu aeussern oder gar Wogen zu glaetten. So gesehen macht es konstruktiv durchaus Sinn, ein objektives Kehraus in Sachen Türkei - Politik zu machen, statt in Ankara eine gewatscht zu bekommen.

Frei nach Churchill nach dem Niederlage Hitlers und des erstarkenden Stalin: "Ich glaub' wir haben das falsche Schwein geschlachtet".
Mit anderen Worten: Ein Dealen mit den modernistischen,sekulaeren aber pro-miltarischen Kemalisten, die nunmal anders ticken als das post-koloniale Europa, haette möglicherweise ganz andere Gelegenheiten für die EU zur Welt getragen.

Kein Wunder also, wenn in der Türkei möglicherweise bereits naechstes Jahr ein EU-Beitritt zum Referendum gestellt wird!?

Kombiniert man nun die Aussage Trumps', die NATO als 'überflüssig' zu erachten.
Verbindet man die Bestrebungen der EU, eine eigene 'Armee' zu gründen.
Addieren wir den BrExit dazu.

Da sehen wir: das Nachkriegsgebilde oder auch "World Order" von Bilderberg e.V. wird womöglich nicht durch ihr "New World Order" ersetzt werden.

Spannende Zeiten kommen da also auf uns zu.

Die Bundesregierung - und die EU - sollte sich damit abfinden, die Türkei nicht mehr als kranken Mann vom Bosphorus nach eigenen Plaenen formen zu wollen:
'Machst Du was ich möchte, dann bleibste brav vor der EU - Tür und bekommst Arbeit und Geld. Machste aber nich was ich sage, da hetze ich Dir meine Presse auf den Hals.'

Denn das war einmal. Mit dieser Ingenieurleistung des Westen haben wir am Bosphorus heuer alles drunter und drüber. Und wer muss es ausbaden?

Z.B. der Steini.

Das ist unfair.

"Immune" HDP - Abgeordnete festgenommen - "wat nu?"

Die HDP, ein Spinoff der verbotenen, mikronationalistisch - ethnofaschistischen BDP, ist eine Partei, die sich selbst als 'Partei der Demokratien der Völker' tituliert. Sie selber bezeichnet sich auch als linke Partei - die Wahltrommel ist zumindest so.

In ihrer politischen Realitaet ist sie jedoch eher eine liberalistische (also nicht sozialistisch / anti-imperialistische) Partei.

Der Widerspruch mit links entspringt aus dem Fakt, das die HDP keine Probleme damit hat, mit den feudalen Lehensherren in der Region (Toprak Ağa) verzahnt zu sein, Abgeordnete und Bürgermeister von besagten "Toprak Aga"s (Lehensherren) zu stellen.

Ein für die Linke UNLÖSBARER Widerspruch, den man natürlich mit eine liberalisierten Form - read: "Sozialdemokratie" - viel besser lösen kann ;)

Nachdem man bei der HDP gesehen hat, das man mit reinem kurdischen Mikronationalismus nicht die 10% - Hürde (ca. vier Millionen Stimmen) für das Parlament überwinden wird können, hat man eine neue Marschrichtung bestimmt:

  • Fundament ist nach wie vor der synthetische rassisitisch - kurdische Mikro-Nationalismus,
  • Topping: Aufnahme der liberalen nicht-kurdischen AKP - Jünger, die vom totalitaeren Erdoğan enttaeuscht sind,
  • 2.Topping: Integration der armenischen / Pontus - Minderheiten im Norden & Istanbul (zusammen ca. 0,3 - 0,5 Millionen türkische Staatsbürger).

Bis 2013 war die HDP ein Major Player im problematischen "demokratischen Dialog" mit der AKP. "Gute Sachen" sollten passieren. So zumindest die damalige Haltung vom Praesident Gül und Premier Erdoğan. Damals.

Durch den Bruch mit dem Gülenisten mittels eines Aufdeckungsversuchs der Veruntreuungs - Gigantomanie der Erdoğan Familie durch die Gülen Justiz aenderte sich dies zusehends.

Das Consulting der Gülenisten, die sich als Experten an die Seite Erdowahns stellten und zu Zeiten des 'Dialogs mit den kurdischen Nationalisten' taeglich den demokratischen Dialog lobpreisten, stoss bei Erdo auf taube Ohren.

Denn die Situation im Südwesten der Türkei eskalierte drastisch...
  • Die Polizei durfte nur an bestimmten Orten 'hinsehen' und musste bei vielen Vergehen 'wegsehen'.
  • Die Armee durfte keine Operationen gegen die PKK durchführen. Sie erhielt keine Erlaubnis, in Uniform aus den Kasernen zu gehen.
  • Eine juvenile PKK - Organisation übernahm in den Strassen von Südostanatolien (YDG-H) die Strassenkontrolle. Etwas, was die Polizei normalerweise - in normalen Laendern - übernimmt. 
  • Der Verbrauch von nicht "zweckdienlichem" Ammonium - Nitrat in der Region nahm bedrohlich hohe Formen an. Das Landwirtschaftsministerium haelt idR. penibel Schrift über Ammonium - Nitrat, das in der Landwirtschaft in der Türkei als Nitrat - Dünger verwendet wird. Der zweckfremde Gebrauch von Ammonium - Nitrat sollte hinlaenglich bekannt sein.
  • Über die Stadtverwaltung Bremen wurden Dutzende von Strassenbaumaschinen an die Staedte in Südostanatolien geliefert. Die HDP Bürgermeister der Region verteilten diese Baumaschinen je nach Bedarf an andere Staedte. Wie sich herausstellte wurden diese Baumaschinen in de Jahren 2011 - 2014 auch dafür genutzt, die dirty bombs der PKK unter den Asphalt der Strassen in den Staedten einzuasphaltieren.
Tonnen von hausgemachten Bomben in Südostanatolien

Kurzum: das Schweigen der AKP in der Zeit des "Dialogs" wurde offensichtlich für die Vorbereitung eines zivilen Aufstands genutzt. Die AKP schaute wie gesagt nur zu. Agitator: die PKK und die HDP.

A propos PKK: Bei den Urteilen bzgl. der Heri Batasuna Schliessung endete die Begründung mit dem Schluss:

Eine politische Bewegung oder Partei, die sich von terroristischen Organisationen nicht distanzieren kann hat kein Anrecht auf politische Legitimation.

Mit der erklaerten 'Vendetta' der AKP gegen die PKK und ihrem politischen Auslaeufer HDP kam es zu Strassengefechten in Südostanatolien. Die PKK als auch die HDP hat jedoch mit der Unterstützung der regionalen Bevölkerung gerechnet. Doch dies erwies sich als falsch.

Die regionale Bevölkerung stand zwischen der PKK und der Türkei. Sie entschied sich für die Türkei.

Südostanatolien - nach den Scharmützeln der PKK mit der türkischen Armee


Das i - Tüpfelchen der ganzen Geschichte kam zusammen, als die AKP registriert hat, das in der Zeit des Gülenisten - Aufstands keine PKK - Aktivitaeten verzeichnet wurden. Mit der Festnahme der Offiziere erweiterte sich das Bild der Kooperation der Gülenisten mit der HDP & der PKK.

Dies führte somit zu den derzeitigen Festnahmen der HDP - Politikern.

Die HDP hatte von Anfang an keine Distanz zur PKK und ihren Aktionen. Im Gegenteil. Die HDP Politikerin Figen Yüksekdağ erwaehnte vor ein paar Jahren noch ganz stolz:
"Wir habe nunseren Rücken an den Kandil - Berg gelehnt und nehmen von dort unsere Kraft" (der Kandil - Berg im Irak ist das Hauptquartier der PKK)

Kurzum: Die HDP war schon seit jeher eine ethnofaschistische Partei im medial brauchbaren, links-demokratischen Gewand, die von Anfang an keine Distanz zur PKK schaffen konnte.

Der Bruder des HDP Chefs Demirtaş - ein waschechter, aktiver PKK - Terrorist - wurde in den Bergen der Türkei im Jahre 2015 bei Schiessereien der PKK mit der türkischen Armee verletzt.

Die Illegalitaet dieser Partei im europaeisch-demokratischen Sinne erweist sich analog zur Herri Batasuna.

Daher sind die Festnahmen der HDP-Abgeordneten (die teilweise selber paramilitaerische Ausbildungen in den Bergen erhalten haben) allenfalls verspaetet.

Zwischennote: Die HDP - Politiker wurden zur Aussage zum Gericht beordert. Sie kamen nicht. Dann wurde ein Haftantrag gestellt.
 Das sollte die deutsche Presse auch einmal erwaehnen oder: Wir traemen einfach weiter.

Mit anderne Worten: die HDP - Politiker wurden nicht verhaftet, weil sie kurdisch - nationalistische Politik machen, sondern weil sie nicht zur Anhörung gekommen sind.
Eine Schliessung der HDP ist eigentlich nicht notwendig, da nach dem Bombenanschlag der PKK in Diyarbakır letzte Woche (eine Protestantwort zur Festnahme der HDP - Politiker) eine anschliessende Protestkundgebung der HDP stattfand.

Nicht einmal 100 Protestanten kamen zum Protestmarsch in der Millionenstadt.

Offensichtlich ist die erneute Überwindung der 10% - Hürde in das Parlament für die HDP - bei den naechsten Wahlen - ihre derzeitige Haltung zum Terror vorausgesetzt - in weite Ferne gerückt.

Die eigentliche Frage in der Zukunft lautet jedoch:
Was macht eine - irgendwann unabhaengige - Türkische Justiz mit dem "Partner" all dieser Machenschaften des vergangenen Jahrzehnts mit der PKK und den Gülenisten - im Namen der Demokratie?

Oder alllgemeiner: Wie rechnet die Türkei mit der AKP in der nahen Zukunft ab?